Präsident der Bundesbank will keine Unterdrückung von "innovativen Konzepten" wie Libra

Der Präsident der Deutschen Zentralbank Jens Weidmann sprach sich kürzlich auf dem G7-Gipfel für Facebooks Libra aus.

Der Präsident der Bundesbank warnt vor Hemmungen von Innovationen

Weidmann, Präsident der Bundesbank und Mitglied des EZB-Rats der Europäischen Zentralbank, vertritt die Auffassung, dass die globalen Regulierungsbehörden das noch sehr junge Projekt nicht unterdrücken sollten. Dies geht aus einem Email-Newsletter hervor, den eToro Marktanalyst Mati Greenspan am 19. Juli gesendet hat.

Dem Newsletter zufolge hat Weidmann während eines G7-Treffens gesagt, dass digitale Währungen wie die Libra für den Endverbraucher durchaus attraktiv sein könnten, falls sie das halten, was sie versprechen.

Der Präsident der Bundesbank forderte die Weltgemeinschaft nachdrücklich auf, Initiativen wie dieser Zeit einzuräumen. Dabei hob er das frühe Entwicklungsstadium von Libra hervor und warnte davor, unachtsam innovative Konzepte zu unterdrücken, bevor alle Detailfragen geklärt worden seien.

Zuvor sagte Burkhard Balz, Vertreter der Bundesbank, dass Krypto keine Bedrohung für die Finanzstabilität darstelle.

G7 kann nicht akzeptieren, dass Privatunternehmen Währungen ausgeben

Unterdessen haben die Finanzminister der G7 kürzlich davor gewarnt, dass digitale digitale Währungen wie die Libra ein Risiko für das weltweite Finanzsystem darstellen, wenn sie nicht streng reguliert werden. Berichten zufolge erklärte der französische Finanzminister Bruno Le Maire auf einer Pressekonferenz am 18. Juli, die G7 könne "nicht akzeptieren, dass Privatunternehmen ihre eigenen Währungen ohne demokratische Kontrolle ausgeben".

Weidmanns unterstützende Worte für Libra widerspricht in gewisser Weise einigen seiner früheren Bemerkungen bezüglich digitaler Währungen. Ende Mai äußerte Weidmann Besorgnis über die potenziellen Risiken digitaler Währungen, einschließlich der Destabilisierung des Finanzsystems. Zu der Zeit sagte der Beamte, dass ein einfacher Zugang zu digitalen Währungen den Zusammenbruch der Kreditgeber beschleunigen könne, was das Geschäftsmodell der Banken selbst in einem guten wirtschaftlichen Umfeld grundlegend verändern würde.