Katalanische Regierung erwägt Blockchain für E-Wahlsystem

Der Vorsitzende des Bürgerbeteiligungsrates der katalanischen Regierung erklärt, dass die Behörde erwägt, Blockchain für das Wahlsystem der Gemeinschaft zu nutzen. Das geht aus einem Bericht der spanischenTageszeitung La Vanguardia von Montag, 19. November, hervor.

Anfang Oktober genehmigte die Generalitat von Katalonien einen Vorentwurf zur Einrichtung eines elektronischen Abstimmungssystems für Einwohner im Ausland bei großen Wahlen und anderen Abstimmungsprozessen in der Autonomen Gemeinschaft.

Vor kurzem erklärte Ismael Peña-López, der Direktor für Bürgerbeteiligung der katalanischen Regierung, dass die Regierung hoffe, bis zum Jahr 2020 ein externes E-Voting-System einzuführen und die elektronische Stimmabgabe für alle Wähler anbieten zu können.

Laut Peña-López, der auch Professor für Rechts- und Politikwissenschaft an der öfentlichen Universität von Katalonien (UOC) ist, werde die Verwendung von Blockchain im staatlichen E-Voting-System immer noch in Betracht gezogen. Die Generalitat habe allerdings noch nicht darüber entschieden:

"Eine interessante Option ist die Verwendung von Blockchain. [...] Die Generalitat hat sich nicht klar zur Blockchain geäußert und prüft noch immer, welche Optionen es gibt, bevor sie eine Entscheidung fällt."

Der Direktor erklärte, dass, unabhängig davon, für welche Technologie die Regierung sich im Wahlsystem entscheidet, diese auf jeden Fall Vertrauenswürdig sein müsse. Laut La Vanguardia sagte Peña-López: "Das ist eine Frage des Bewusstseins. Die Regierung wird eher respektiert als ein Handel. Ich denke, dass wir wohl in der Lage sind, die Leute davon zu überzeugen, dass sie zuverlässig ist."

Anfang Juli hat die Regierung von Katalonien enthüllt, Blockchain-Technologien im Rahmen ihrer öffentlichen Verwaltungsprozesse einsetzen zu wollen, um die "digitalen öffentlichen Dienste" zu verbessern.

Seit 1922 strebt die katalanische Gemeinschaft die Unabhängigkeit von der spanischen Regierung an. Am 27. Oktober 2017 erklärte das katalanische Parlament nach einem umstrittenen Referendum seine Unabhängigkeit von Spanien.

Im Oktober 2018 berichtete die spanische Nachrichtenagentur El Confidencial, dass der ehemalige katalanische Präsident Carles Puigdemont die Öffentlichkeit um Spenden in Krypto gebeten hat. Puigdemont soll um Krypto-Spenden gebeten haben, um die finanzielle Unterstützung von Politikern der katalanischen Regierung zu verschleiern.

Laut der großen spanischen Tageszeitung El Mundo verwendete die Regierung von Carles Puigdemont Bitcoin (BTC), um Initiativen zur Förderung der Unabhängigkeit zu finanzieren.