Chinesischer Blockchain-Industriepark eröffnet mit teilweise staatlich gedecktem 1,3 Mrd. Euro Fonds

Während der Eröffnungszeremonie für den Blockchain-Industriepark im chinesischen Hangzhou wurde heute, am 9. April ein Fonds für Blockchain-Innovation mit einem Volumen von 10 Mrd. Yuan (etwa 1,3 Mrd. Euro) eröffnet, wie der Nachrichtendienst Lie Yunwang berichtet.

Der Fonds mit dem Namen 'Xiongan Global Blockchain Innovation Fund' wird von der Bezirksregierung von Yuhang, dem administrativen Komitee für Future Science and Technology City, und der Hangzhou Haoyu Investment Management Co. finanziert. Insgesamt sind 30 Prozent des Totalvolumens "Regierung-gesteuert".

Hangzhou Haoyu Investment Management setzt sich aus den Unternehmen Handan Investment and INBlockchain zusammen, die in der Vergangenheit die Projekte EOS, Qtum, Zcash und SIA geleitet hatten. Laut dem Bericht sind zwei der Fonds-Manager Partner bei INBlockchain und die bekannten Bitcoin-Investoren Li Xiaolai sowie die Blockchain-“Prominenz” Lao Mao.

Zehn Blockchain-Projekte aus der ganzen Welt wurden während der Eröffnungszeremonie "erfolgreich unter Vertrag genommen". Außerdem wurde das Blockchain-Strategie, Entwicklungs- und Forschungszentrum von Zhejiang Shimang feierlich eingeweiht. Die drei Blockchain-Entitäten - der Industriepark, der Fonds sowie das Forschungszentrum - sollen akademische und finanzielle Unterstützung bei der Entwicklung von Blockchain-Technologien in Hangzhou leisten.

Die Eröffnung des Industrieparks erfolgt etwa eine Woche, nachdem Pläne für ein internationales chinesisches Blockchain-Zentrum an legalen Formalitäten gescheitert waren.

Auch wenn viele chinesische Firmen Blockchain unterstützen, darunter der führende Versandhändler JD.com mit seinem ausländischen Startup-Projekt für einen Blockchain-Inkubator und die staatlich geführte Bank of China mit einem Patentantrag für eine Blockchain-Skalierung-Lösung, sind die Regelungen in dem Land gegenüber Krypto allgemein streng.

China hatte im Herbst 2017 Initial Coin Offerings (ICO) verboten, "Börsen-artige Leistungen" im Januar und zuletzt ausländische Kryptobörsen im Februar.

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