E-Commerce-Riese Alibaba erwirkt vorläufige Unterlassungsanordnung gegen Alibabacoin

Der chinesische E-Commerce-Riese Alibaba hat eine einstweilige Verfügung gegen die Alibabacoin-Stiftung aus Dubai aufgrund irreführender Verwendung von Alibaba in ihrem Namen erwirkt. Das geht aus einem Bericht auf der Finanzwebseite MarketWatch vom Mittwoch, 24. Oktober, hervor.

Das US-Bezirksgericht für den südlichen Bezirk von New York hat sich während der Anhörung zum Markenverletzungsverfahren am Montag, den 22. Oktober, auf die Seite des chinesischen Unternehmens gestellt.

Laut MarketWatch hat Richter James Paul Oetken erklärt, dass aufgrund der Ähnlichkeit der Markennamen Verwirrung bei den Verbrauchern entstehen könnte; Daher sollte die Alibabacoin Foundation das verwirrende "Alibaba" in ihrer Marke nirgendwo in den USA verwenden.

Laut dem Wall Street Journal (WSJ) bedeutet die Entscheidung des Gerichts, dass die Alibabacoin Foundation ihre Kryptowährung im Land nicht mehr bewerben oder verkaufen darf, bis eine größere Maßnahme in diesem Fall beschlossen wird.

Im April verklagte Alibaba die Alibabacoin Foundation aus Dubai wegen Urheberrechtsverletzung, nachdem deren Initial Coin Offering (ICO) umgerechnet rund 3,1 Mio. Euro aufgebracht hat. Der chinesische Riese erklärte, dass das Unternehmen Alibabacoin durch die Verwendung eines ähnlichen Namens ein "auffallend, wiederholt und absichtlich irreführendes" Verhalten an den Tag legte.

Außerdem erklärte Alibaba, dass die Alibabacoin-Gründer nichts unternommen hätten, um dieser Verwirrung entgegenzutreten oder diese zu korrigieren. Bei der ersten Klage gab es zusätzlich eine einstweilige Verfügung gegen Alibabacoin.

Im Mai entschied ein US-Gericht gegen Alibabas Antrag auf eine Unterlassung. Richter Oetken verneinte auch eine einstweilige Verfügung in Bezug auf die Tätigkeit der Alibabacoin Foundation.

Anfang 2018 gab es Gerüchte, dass Alibaba die Einführung einer Kryptowährungsplattform plane. Und das, trotz der strengen chinesischen Vorschriften. Später räumte der Riese die Gerüchten aus und erklärte, dass seine P2P-Plattform fälschlicherweise für ein Krypto-Startup gehalten worden sei. Das Unternehmen fügte hinzu, dass es nie virtuelle Währungen ausgegeben habe und keine Krypto-Mining-Plattformen hosten werde.

Mitte Oktober soll die Alibabacoin Foundation dem E-Commerce-Riesen Alibaba angeboten haben, ihr Start-up zu kaufen.

Laut der Webseite der Alibabacoin Foundation will das Unternehmen ein Fondssicherheitssystem entwickeln, das durch eine geheime Technik verbessert wurde. Bei diesem soll ein Blockchain-Algorithmus in einen Gesichtserkennungs-Hashing-Prozess integriert sein. Laut CoinMarketcCap liegt Alibabacoin unter den Kryptowährungen weltweit auf Platz 1691 und verzeichnete in dieser Woche einen Kursrückgang um umgerechnet 1,41 Euro pro Coin und lag bei Redaktionsschluss damit bei 0,32 Euro.