Die französischen Regulierungsbehörden erteilen ausländischen Krypto-Unternehmen zum Ende des Jahres 2023 Zulassungen. So vergaben sie am 21. Dezember entsprechende Lizenzen für die Kryptobörse Coinbase und den Stablecoin-Herausgeber Circle.

Coinbase hat Berichten zufolge von der französischen Finanzaufsichtsbehörde, der Autorité des Marchés Financiers, die Zulassung als Virtual Assets Service Provider (VASP) erhalten. Eine VASP-Registrierung stellt sicher, dass ein Krypto-Unternehmen mit den Vorschriften der Europäischen Union und internationalen Vorschriften im Hinblick auf den Umgang mit Kryptowährungen konform ist.

Dank der Lizenz kann Coinbase digitale Vermögenswerte verwahren und nun offiziell Krypto-Handel in Frankreich anbieten. Darüber hinaus hat die Börse vor kurzem über ihren internationalen Zweig Krypto-Handelsdienstleistungen für institutionelle ausländische Anleger angekündigt, die es Kunden außerhalb der Vereinigten Staaten ermöglichen, Bitcoin und Ethereum in USD Coin zu handeln.

Unterdessen erhielt Circle nur eine bedingte Registrierung als Digital Asset Service Provider, die bestimmten Einschränkungen unterliegt. Um in Frankreich tätig zu werden, muss das Unternehmen zuvor noch die Zulassung als Zahlungsdienstleister erhalten. „Diese Bedingung wird mit der Erlangung einer Lizenz für E-Geld-Institute erfüllt, die Circle beantragt hat“, erklärte Circle dahingehend in einem Blogbeitrag.

Die Zulassungen kommen am Ende eines Jahres, das von bedeutenden regulatorischen Änderungen und rechtlichen Hürden für Krypto-Unternehmen geprägt war. Seit Juni hat die Europäische Union (EU) die Verordnung Markets in Crypto-Assets (MiCA) in Kraft gesetzt, ein Rahmenwerk, das digitale Vermögenswerte regelt, die nicht durch bestehende Finanzdienstleistungsgesetze reguliert werden.

Auf der anderen Seite des Atlantiks sehen sich Krypto-Unternehmen jedoch mit einer härteren Regulierung konfrontiert, da die US-Börsenaufsicht SEC mehrere Klagen gegen Krypto-Unternehmen anführt. Coinbase beispielsweise wurde im Juni verklagt, weil es Kryptowährungen notierte und handelte, die nach Ansicht der Regulierungsbehörde als Wertpapiere betrachtet werden sollten. Nach Ansicht von Coinbase hat die Aufsichtsbehörde ihre Befugnisse überschritten, indem sie Kryptowährungen als Wertpapiere eingestuft hat.

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