Bitwise: Bitcoin-ETF "näher als je zuvor"

Die Führungskräfte von Bitwise Asset Management sind sehr optimistisch im Hinblick auf den baldigen Ablauf der Frist für die Entscheidung der US-Regulierungsbehörde SEC über den vom Unternehmen vorgeschlagenen börsengehandelten Bitcoin-Fonds (BTC-ETF).

Ein paar Tage vor dem Stichtag, dem 13. Oktober, heißt es laut einem CNBC-Bericht vom 7. Oktober von Matt Hougan, dem Geschäftsführer und globalen Leiter der Forschungsabteilung bei Bitwise:

"Wir stehen der Zulassung eines Bitcoin-ETF nun näher als je zuvor."

"Jetzt sind keine Verschiebungen mehr möglich."

Wie Cointelegraph berichtete, reichte Bitwise im Januar bei der SEC  erneut eine Anmeldung für einen physisch aufbewahrten Bitcoin-ETF ein. Im August verschob die Regulierungsbehörde ihre Entscheidung über den Vorschlag auf den 13. Oktober. Auch zwei weitere Krypto-ETF-Vorschläge wurden im Zuge dessen verschoben. Sie hat jetzt keine Möglichkeit mehr, die es erlaubt, die Sache noch länger hinauszuzögern, wie Hougan betonte:

"Kurz vor Montag muss die SEC eine Entscheidung treffen. Ja oder nein. Jetzt sind keine Verschiebungen mehr möglich. Wir werden bis Montag genau wissen, was sie denkt."

Trotz der wiederholten Ablehnung vorhergehender Vorschläge durch die Regulierungsbehörde, gibt Hougan sich diesmal optimistisch:

"Vor zwei Jahren gab es auf dem Bitcoin-Markt keine regulierten, versicherten Depotbanken. Heute haben wir in dem Bereich große Namen, wie etwa Fidelity und CoinBase, die über Firmen, wie etwa Lloyd's of London, mit Hunderten von Millionen Dollar versichert sind."

Er fügte hinzu, dass es vor zwei Jahren noch nicht so gewesen sei, dass sechs der zehn großen Kryptobörsen heute von der New Yorker Finanzdienstleistungsaufsicht NYDS reguliert sind und über Marktüberwachungstechnologien verfügen.

Allen voran sagte er, dass sich das heutige Marktvolumen auf über 200 Millionen US-Dollar belaufe. Dabei würden täglich regulierte Bitcoin-Futures gehandelt werden. Das sei wiederum eine starke Veränderung gegenüber dem zuvor "einseitigen, ineffizienten Markt", so Hougan.

Die Beteiligung von einflussreichen Riesen auf dem Markt, wie etwa Jane Street Capital und Susquehanna, habe Bitcoin zu einem der "effizientesten institutionellen Märkte der Welt" gemacht.

Vorteile eines Bitcoin-ETF

Hougan argumentierte, dass die Zulassung von ETFs eine große Chance für den durchschnittlichen Anleger sei, sich im Bitcoin-Bereich sicher zu bewegen. Er erklärte:

"Während große Institutionen sehr sichere Wege haben, um Bitcoin in privaten Fonds zu kaufen, die nur für äußerst vermögende Menschen zugänglich sind, haben gewöhnliche Anleger keinen solchen sicheren Weg."

Ein ETF würde es Finanzberatern ermöglichen, Bitcoin ihren Kunden auf einfache Weise anzubieten, "anstatt sie in die Irre zu führen", so Hougan weiter.

Im August dieses Jahres äußerte sich der Bitwise-CEO Hunter Horsley ähnlich zu dem Thema, wie Hougan. Er verwies dabei auf die positiven Entwicklungen in der Branche, wie etwa den Eintritt von Susquehanna, eine verbesserte Arbitrage und neue Spreads sowie das Angebot an umfangreichen Versicherungen.