Krypto-Softwarefirma Blockchain bringt Ledger-integrierte Hardware-Wallet auf den Markt

Das Krypto-Softwareunternehmen Blockchain hat ein neues Hardware-Gerät auf den Markt gebracht, das sich in seine bestehende Online-Wallet integriert. Dieses wurde in Zusammenarbeit mit dem Krypto-Hardware-Sicherheitsunternehmen Ledger entwickelt, so eine Pressemitteilung vom 25. Oktober, die Cointelegraph vorliegt.

Eine Hardware-Krypto-Wallet ist eine Form eines sogenannten "Cold-Depots". Dieses ermöglicht es den Nutzern, ihre Krypto-Bestände und privaten Schlüssel offline aufzubewahren, um sie vor Diebstahl durch einen Hackangriff zu schützen.

Das neue Gerät namens "Blockchain Lockbox" ist Berichten zufolge nur mit der Online-Wallet von Blockchain kompatibel und wurde entwickelt, um Benutzern die Möglichkeit zu geben, ihre Krypto-Bestände ganz oder teilweise offline zu aufzubewahren. Dabei können sie ganz einfach auf ihr Online-Konto zugreifen.

Der Ledger-Präsident Pascal Gauthier kommentierte diesen Schritt von Blockchain, seine Software in eine Hardware-Depotlösung von Ledger zu integrieren. Er sagte dazu, dass das zeige, dass beide Unternehmen auf Sicherheit im Krypto-Bereich "hyperfokussiert" seien. Er erklärte außerdem, dass die Schlagzeilen über "Krypto-Hacking" den Unternehmen einen Anlass dafür geben, weiterhin gemeinsam sichere Lösungen zu entwickeln.

Berichten zufolge können Benutzer entweder neue Blockchain Lockbox-Geräte bestellen oder ihre bestehenden Ledger Nano S-Geräte mit einer Online-Wallet von Blockchain koppeln, um die zusätzlichen Funktionen und den Zugang zum Handel zu nutzen.

Blockchain, ehemals Blockchain.info, hat Ende Juni eine institutionelle Investmentplattform gestartet. In diesem Herbst hat der Wallet-Anbieter es in die Top Ten der "gefragtesten" britischen Start-up-Arbeitgeber von LinkedIn geschafft.

Wie im Juli berichtet wurde, soll Ledger im Jahr 2017 über eine Million Hardware-Krypto-Wallets verkauft haben. Außerdem soll das Unternehmen einen Gewinn in Höhe von umgerechnet rund 26 Mio. Euro gemacht und rund 66 Mio. Euro in einer Finanzierungsrunde der Serie B im Januar dieses Jahres aufgebracht haben. Für seine zweite Runde hat das Unternehmen Berichten zufolge das Interesse von Technologieriesen, wie zum Beispiel Samsung, dem Risikokapitalarm von Google GV und Siemens geweckt. Dabei soll Ledger mit bis zu einer Milliarde Dollar (870 Mio. Euro) bewertet worden sein.

Hardware-Wallets gelten zwar weithin als bedeutend sicherer als Online-Depots, jedoch enthüllte Ledger im Februar dieses Jahres, dass es eine Schwachstelle entdeckt hatte, die alle seine Geräte betrifft. Diese könnte möglicherweise dazu führen, dass Benutzer ihr Geld verlieren. Daher hat das Unternehmen daraufhin eine Methode erklärt, mit der Benutzer ihre Transaktionen schützen können.