Münchener Rück versichert Wallet-Dienstleister in Höhe von 50 Mio. US-Dollar

Der Wallet-Dienstleister Curv hat eine Versicherung bei der Münchener Rückversicherungsgesellschaft (Munich Re) abgeschlossen, die einen Wert von 50 Mio. US-Dollar hat. Dies geht aus einer Pressemitteilung vom 10. Mai hervor.

Mit der Versicherung werden Fälle abgedeckt, in denen ein Hacker eine illegale Transaktion auslöst, um Gelder von Curv oder deren Kunden zu stehlen. Die Wallets sind dabei so aufgesetzt, dass sogenannte „Shares” als Verbriefung für einen Krypto-Vermögenswert hinterlegt sind, wobei sowohl Curv als auch der jeweilige Kunde diese hält. Dieses Prinzip erschwert einen etwaigen Hackerangriff, andernfalls greift die neu abgeschlossene Versicherung, wie es in der Pressemitteilung heißt:

„Im unwahrscheinlichen Fall, dass die Shares beider Seiten gleichzeitig in die Hände der Angreifer gelangen, wodurch eine illegale Transaktion ausgelöst werden könnte, würde die Versicherung einspringen, um den Verlust zu kompensieren.“   

Das Besondere an den Krypto-Wallets von Curv ist die Tatsache, dass keine Privatschlüssel eingesetzt werden, wie es sonst üblich ist. Die sogenannten Private-Keys haben nämlich deutliche Schwachstellen, so konnte Adrian Bednarek, ein Sicherheitsexperte der Firma Independent Security Evaluators, erst kürzlich belegen, dass ein „Blockchain Bandit“ große Mengen Ethereum (ETH) gestohlen hat, indem er leicht zu knackende Zugangsdaten ausgenutzt hat.

Das Modell von Curv setzt stattdessen auf das sogenannte „Multi-Party Computation“ Protokoll (MPC), das die Wallets nicht durch einen einzigen Privatschlüssel absichert, sondern durch ein dezentralisiertes Zugangsverfahren, das sich wortwörtlich auf mehrere Schultern verteilt. Des Weiteren werden die Vermögenswerte nicht in Hot-Wallets oder Cold-Wallets depnoniert, sondern auf einer Cloud-Wallet gehalten.

Wie Cointelegraph berichtet hat, hat die amerikanische Kryptobörse Coinbase kürzlich bekanntgegeben, dass sie für ihre Wallets eine Versicherung im Wert von 255 Mio. US-Dollar abgeschlossen hat, falls es zu einem bösartigen Angriff kommen sollte.