Kuba will nun ebenfalls an Kryptowährungen forschen, um damit die Sanktionen der USA umgehen zu können. Dies berichtet Reuters am 3. Juli unter Berufung auf Aussagen der Regierung.

So hat der kubanische Präsident Migual Diaz-Canel in einer Fernsehansprache die etwaigen Krypto-Pläne angekündigt, die die heimische Wirtschaft stärken sollen. Ungefähr ein Viertel der Bevölkerung soll direkt von den entsprechenden Maßnahmen profitieren.  

Kubas Wirtschaft ist durch die Krise in Venezuela stark geschwächt, da hierdurch die Kaufkraft von einem der engsten Verbündeten wegfällt.

Der kubanische Wirtschaftsminister Alejandro Gil Fernandez erklärt in diesem Zusammenhang:

„Wir wollen die Nutzung von Kryptowährungen für unsere nationalen und internationalen Kapitalströme erforschen und arbeiten deshalb eng mit der Wissenschaft zusammen.“

Wie Cointelegraph berichtet hatte, hat Venezuela bereits eine staatseigene Kryptowährung in Umlauf gebracht. Der sogenannte Petro wurde vergangenes Jahr eingeführt und sollte ebenfalls bei der Umgehung von Sanktionen helfen. Auf Grund von mangelnder Nachfrage ist der Petro bisher jedoch eher wirkungslos.

Auch andere Staaten haben aus ähnlichen Motiven eine eigene Kryptowährung in Erwägung gezogen, darunter der Iran, der zuletzt wieder heftig mit der US-Regierung in Konflikt geraten war.

Bisher ist allerdings noch unklar, ob Kuba eine vollständig eigene Kryptowährung schaffen will oder stattdessen bestehende Coins, wie zum Beispiel Bitcoin , nutzen möchte

Laut Wirtschaftsminister Gil Fernandez wären die etwaigen Gelder, die sich die Regierung durch ihre Krypto-Pläne erhofft, bitter nötig, um weitere Reformen auf dem Inselstaat anzuschieben. Außerdem könne dadurch eine Dezentralisierung der eigenen Wirtschaft erreicht werden, was für die bisherige zentralistische Planwirtschaft des kommunistischen Landes einen frischen Anstrich bedeuten würde.

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