David Marcus: Calibra erwägt Audits als Datenschutznachweis

David Marcus, CEO des Kryptowalletbetreibers Calibra hat sich auf der New York Times Dealbook Conference in New York City über die weltweite regulatorische Überprüfung des Stablecoin-Projekts geäußert.

Calibra erwägt Auditor für personenbezogene Daten

Am 6. November stellte sich der Mitbegründer von Facebooks Libra-Projekt einem Sit-down-Interview mit Andrew Ross Sorkin von der New York Times und CNBC.

Als Antwort auf eine Publikumsfrage über den Schutz personenbezogener Daten sagte Marcus, dass Facebook und seine Calibra-Wallet keine Vermischung von personenbezogenen Daten von der sozialen Plattform und Finanzdaten aus der Kryptowährungs-Wallet vornehmen würden. Er betonte:

"Wir haben sehr starke Brandmauern zwischen Calibra und Facebook aufgebaut, dass von der Facebooks Seite aus niemand Zugriff auf diese Daten haben kann".

Laut Marcus untersucht Calibra aktuell, ob die Trennlinien zu Facebook auch durch Dritte überprüft werden könnte.

Die Regulierungsbehörden auf der ganzen Welt sorgen sich bei Facebook geplantem Stablecoin-Projekt um die Sicherheit von Kundendaten. Datenschutzbeauftragte in Großbritannien und der Schweiz sowie Vertreter der Vereinigten Staaten haben sich diesbezüglich bereits von Facebook informieren lassen.

Libra ist kein triviales Projekt

Marcus sagte, die heftige Reaktion von Regulierungsbehörden aus der ganzen Welt habe ihn nicht überrascht und er hätte diese nahezu im gleichen Maß erwartet.

Er habe gewusst, dass es von Seiten der Regulierungsbehörden starken Gegenwind geben würde, da das Verständnis des Design von Libra nicht trivial sei. Um die Trennung von Libra, Calibra und Facebook zu verstehen, bedürfe es eines erheblichen Zeitaufwands.Marcus stated that Libra is designed to operate as a payment system to enable people to access modern financial services and digital money across the globe, “not as a thing to take over the world and to control all.”

Bitcoin ist keine Währung

Marcus sagte in dem Interview auch, Bitcoin (BTC) sei wie digitales Gold zu verstehen und dass er BTC nicht als Währung betrachte:

"Ich denke nicht an Bitcoin, da es aufgrund seiner Volatilität eigentlich kein großes Tauschmittel ist. [...] Ich sehe es als digitales Gold."

Marcus erklärte, die Nutzer könnten BTC zwar wie Gold als Anlagewert halten. Die Volatilität von Bitcoin mache es denjenigen, die sich keinen Rückgang von 10 oder 20 Prozent an einem Tag leisten können, aber unmöglich, es als Zahlungsmittel zu verwenden.

Bitcoin sei nur deshalb nicht durch Regulierung abgewürgt worden, weil es nicht als Tauschmittel und damit auch nicht als Bedrohung des Geldmonopols angesehen werde.

Zusätzliche Berichterstattung von Aaron Wood