Deutsche Börse veranstaltet erstes Blockchain-Seminar für Mitarbeiter der Finanzbranche

Die Deutsche Börse AG wird im Juni ein Seminar zur Blockchain-Technologie durchführen, gab der Börsenbetreiber auf seiner Webseite am Montag, den 19. März, bekannt. Der am 20. und 21. Juni 2018 erstmals durchgeführte Kurs findet im Rahmen der Capital Markets Academy des Börsenbetreibers in Eschborn bei Frankfurt statt und richtet sich hauptsächlich an Mitarbeiter von Banken und Kapitalverwaltungsgesellschaften.

Für das Blockchain-Seminar hat die Deutsche Börse verschiedene Blockchain-Experten aus dem deutschsprachigen Raum eingeladen, welche den Teilnehmen die Funktionsweise der Technologie und ihre Bedeutung für den Finanzbereich erklären sollen. Zu den Referenten zählen unter anderem Dr. Dirk Siegel, Leiter des Blockchain-Instituts von Deloitte Deutschland, Dr. Fabian Schär, der an der Universität Basel das Center for Innovative Finance leitet und Dr. Stefan Teis, der bei der Deutschen Börse den Bereich Blockchain verantwortet.

Das Seminar soll laut Kursbeschreibung die Teilnehmer in die Lage zu versetzen, die Auswirkungen der Blockchain auf "alle Teile der Wertschöpfungskette im Banking, im Wertpapiergeschäft sowie im Asset Management beurteilen und entsprechend reagieren zu können." Auch das disruptive Potenzial der Blockchain für die Finanzbranche soll dabei diskutiert werden, sowie rechtliche und regulatorische Aspekte.

Der von der Deutschen Börse veranstaltete Event macht deutlich, dass zunehmend Akteure der klassischen Finanzwirtschaft Blockchain als Technologie und den damit verbundenen Kryptowährungsbereich ernst zu nehmen beginnen.

Börse Stuttgart TV hat zu dem Thema am 9. März Thomas Mayer interviewt, den Ex-Chefvolkswirt der Deutschen Bank, was das Interesse an Kryptowährungen in der Branche untermauert. Mayer sieht Kryptowährungen für Investoren zwar als "schlechte Wette" an, hält aber den Siegeszug eines bestimmten Token langfristig für möglich.

IMF-Chefin Christine Lagarde hat sich zu den auf Blockchain basierenden Kryptowährungen letzte Woche geäußert und sich dabei für globale Regulierungsmaßnahmen ausgesprochen.

Die weltweit einflussreiche Investmentbank Goldman Sachs bewertete Bitcoin und generell Kryptowährungen im Januar als "praktikable Alternative" zum US-Dollar für Entwicklungsländer.