Die Europäische Kommission hat am 15. Februar den Start der European Blockchain Regulatory Sandbox bekannt gegeben. Diese Sandbox bietet einen Ort für regulatorische Dialoge für jährlich 20 Projekte bis zum Jahr 2026.
Erstmals wurde diese Sandbox im Jahr 2020 angekündigt und wird von einer Reihe von Privatfirmen unterstützt, die mehrere Ausschreibungen im Jahr 2022 gewonnen haben. Finanziert wird diese vom Digital Europe Programme. Die Projekte werden von einem unabhängigen Ausschuss akademischen Experten anhand von Anwendungsfällen im Zusammenhang mit "Blockchain und anderen Distributed Ledger Technologien" für den öffentlichen und privaten Sektor ausgewählt.
Projekt aus dem öffentlichen Sektor auf dem European Blockchain Services Infrastructure (EBSI) werden unter den Bewerbern ebenfalls berücksichtigt. Die EBSI ist eine europäische Blockchain, die auf einer Partnerschaft zwischen den EU-Ländern mit Norwegen und Liechtenstein basiert.
Die jährlichen Teilnehmer an der Sandbox werden mit nationalen und EU-Regulierungsbehörden in Kontakt gebracht, so dass sie vertrauliche, rechtliche Ratschläge und regulatorische Leitlinien erhalten. Die Regulierungsbehörden haben hingegen die Möglichkeit, sich mit neuen Blockchain-Technologien vertraut zu machen.
Die Bewerbungsfrist für die erste Projektgruppe endet am 14. April. Projekte müssen einen Konzeptnachweis vorweisen können, der sich an die Vorgaben hält und auch grenzüberschreitend dimensioniert ist.
With our consulting arm OXYGY, today we announce, together with the @EU_Commission, that applications are now open for the first cohort of the European blockchain regulatory sandbox for blockchain/DLT innovators @EuropeanSandbox:#blockchain #sandbox https://t.co/ZNbjUCTubp pic.twitter.com/PtdS0oBS8p
— Bird & Bird (@twobirds) February 14, 2023
Projekte, die bereits für Einsätze ausgewählt wurden, erhalten Priorität. Die Unternehmen müssen ihren Sitz im europäischen Wirtschaftsraum haben. Unternehmen können auch mit anderen Unternehmen außerhalb des europäischen Wirtschaftsraums zusammenarbeiten, solange der Nutznießer des Projekts das Unternehmen ist, dass seinen Sitz im europäischen Wirtschaftsraum hat. Die Ausgaben der Teilnehmer werden nicht erstattet.
Ausgewählte Projekte erhalten eine schriftliche, rechtliche Bewertung sowie zwei virtuelle Sitzungen mit teilnehmenden Regulierungsbehörden. Das Inkubatorprogramm EBSI Early Adopters akzeptiert ebenfalls Bewerbungen für seine dritte Kohorte.
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