Bitcoin (BTC) und Ethereum (ETH), suchen weiterhin nach Kursstabilität, nachdem sie am Donnerstag bei ihren jeweiligen Tagestiefstständen von 66.171 US-Dollar und 1.912 US-Dollar gehandelt wurden.
In dieser Phase untersucht eine neue Analyse von Bloomberg, wie der Stand für die Krypto-Anleger von BTC und ETH angesichts der anhaltenden Kursschwäche und der nachlassenden Zuflüsse in börsengehandelte Krypto-Fonds (ETFs) ist.

Bitcoin- und Ethereum ETFs schwächeln
Der Bloomberg-Analyst James Seyffart erklärte dahingehend, dass Ethereum-ETF-Anleger aktuell „in einer schlechteren Position sind“ als Bitcoin-ETF-Anleger. Da ETH unter 2.000 US-Dollar liegt, also deutlich unter der geschätzten durchschnittlichen Kostenbasis von 3.500 US-Dollar, d. h. dem Durchschnittspreis, zu dem Spot-ETF-Anleger ihre Positionen aufgebaut haben, und der Rückgang bei seinem jüngsten Tiefstand von 1.736 US-Dollar ein Minus von über 50 % gemacht hat.
Im Vergleich dazu liegt der Bitcoin-Kurs derzeit bei 66.171 US-Dollar und damit ebenfalls unter seiner geschätzten ETF-Kostenbasis von 84.063 US-Dollar, wobei der Rückgang mit 21 % jedoch deutlich geringer ausfällt.

Seyffart stellte dahingehend zudem fest, dass die gesamten Nettozuflüsse in ETH-ETFs nur um etwa 3 Milliarden US-Dollar zurückgegangen sind, was darauf hindeutet, dass die meisten ETH-ETF-Anleger ihre Positionen während des jüngsten Rückgangs gehalten haben.
Die in Spot-Bitcoin-ETFs gehaltenen Vermögenswerte erreichten im Oktober 2025 einen Höchststand von 170 Milliarden US-Dollar und liegen derzeit bei 85,76 Milliarden US-Dollar. Die Zuflüsse verlangsamten sich nach Mitte 2025 deutlich: In der ersten Jahreshälfte wurden 13,7 Milliarden US-Dollar verzeichnet, in der zweiten Jahreshälfte 7,64 Milliarden US-Dollar und seit Jahresbeginn etwa 2 Milliarden US-Dollar an Abflüssen. Seit Juli 2025 belaufen sich die kumulierten Nettozuflüsse auf 5,64 Milliarden US-Dollar.

Am 5. Februar stellte Eric Balchunas, Senior ETF-Analyst bei Bloomberg, fest, dass nur etwa 6 % der gesamten Bitcoin-ETF-Assets während des jüngsten Ausverkaufs abgezogen wurden. Der IBIT von BlackRock ist von seinem Höchstwert von 100 Milliarden US-Dollar auf 51 Milliarden US-Dollar gesunken, bleibt aber dennoch einer der schnellsten ETFs jemals, der ein Vermögen von 60 Milliarden US-Dollar erreicht hat.
Bitcoin-ETF-Zuflüsse erholen sich nicht
Die 30-tägigen Bitcoin-ETF-Kapitalflüsse sind nach einem gescheiterten Versuch, wieder in den Bereich der Nettozuflüsse zurückzukehren, deutlich negativ geworden. Abgesehen von einer kurzen Erholung ist dies der längste Zeitraum anhaltender Abflüsse seit der Einführung.

Die Daten von Glassnode zeigen außerdem, dass der 30-tägige Simple Moving Average (SMA) der Nettozuflüsse sowohl für Bitcoin- als auch für Ethereum-Spot-ETFs in den letzten 90 Tagen größtenteils negativ geblieben ist. Die Daten lassen gleichsam keine eindeutigen Anzeichen für eine wiederkehrende Nachfrage erkennen.
Der makroökonomische Newsletter Ecoinometrics erklärte, dass die Höhe dieser Abflüsse darauf hindeutet, dass Investoren aktiv ihr Engagement reduzieren, anstatt auf kurzfristige Schwankungen zu reagieren.
Der Newsletter fügte hinzu, dass die Kombination aus Kursschwäche und anhaltenden negativen Kapitalflüssen eher einem „Bärenmarkt“ als einer vorübergehenden Korrektur entspricht.
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