Ex-Mitarbeiter verklagt Zcash-Betrieber auf 1,8 Mio. Euro

Dem Unternehmen hinter der Kryptowährung Zcash (ZEC) droht eine Klage über 1,8 Mio. Euro wegen unbezahlter Aktien, wie aus Dokumenten vom 29. Mai hervorgeht.

Der Beschwerde zufolge, die beim Obersten kalifornischen Gerichtshof in San Francisco eingereicht wurde, hat ein ehemaliger Mitarbeiter die Anklage erhoben, nachdem er im Jahr 2016 Aktien im Wert von über 13.000 Euro nicht erhalten hatte.

Simon Liu arbeitete für die Firma Zerocoin, die heute als Electric Coin Company bekannt ist, und behauptet außerdem, dass das Unternehmen rechtlich gesehen keine Aktien hätte anbieten dürfen.

"Der Kläger hat Informationen und glaubt und behauptet daher, dass Zerocoin im Jahr 2016 nicht berechtigt war, Stammaktien an Mitarbeiter auszugeben und dass die Beklagten und jeder von ihnen wussten, dass Zerocoin eine solche Berechtigung nicht hatte", heißt es im Dokument.

Auch Anträge auf Einsicht in die Firmendokumente wären abgelehnt worden, so Liu.

Weder Zerocoin noch der CEO Zooko Wilcox hatten sich bis Redaktionsschluss öffentlich zu der Angelegenheit geäußert.

Im Februar kam es zur Namensänderung von Zerocoin in Electric Coin Company. Anlass dafür waren Verwechslungen zwischen Zcash und der gemeinnützigen Zcash Foundation, die man vermeiden wollte.

Zcash liegt derzeit bei etwa 70 Euro und hat eine Marktkapitalisierung von knapp 530 Mio. Euro. Sein Allzeithoch im Januar 2018 lag bei knapp 795 Euro.

Ein spezielles ASIC-Mining-Gerät für Zcash und andere Equishash-Coins, das vom Kryptowährungs-Mining-Riesen Bitmainentwickelt wurde, kam im März dieses Jahres auf den Markt.

Im April hatte ein ehemaliger Mitarbeiter der Kryptobörse Kraken die Börse auf 795.000 Euro verklagt und behauptete, dass er eine mutmaßlich zugesagte Provision und Aktienoptionen nicht erhalten habe.