Ex-FDIC-Vorsitzende: Aktuelle Finanzinstrumente

Die ehemalige Vorsitzende der US Federal Deposit Insurance Corporation (FDIC) sagte, dass sie glaubt, dass die US-Notenbank (Fed) ernsthaft erwägen muss, eine von der Zentralbank herausgegebene digitale Währung (CBDC) herauszugeben. Das geht aus einem OP-ed hervor, das am 8. Juni auf Yahoo! Finance veröffentlicht wurde.

Die ehemalige FDIC-Vorsitzende Sheila Bair erklärte in ihrer Stellungnahme: "die letzten 10 Jahre sind ein Beweis dafür, dass die derzeitigen Finanzinstrumente zur Stimulierung eines breit angelegten Wirtschaftswachstums unzureichend sind". Sie fügte hinzu:

"Die Superreichen sind viel reicher geworden, während die Mittelschicht sich durchschlagen musste."

Bair hat zuerst Kryptowährungen wie Bitcoin (BTC) ausgeschlossen, um die aktuellen Finanzinstrumente zu verbessern. Sie erklärt: "Unglücklicherweise für M. Nakamoto [sic, anonymer Schöpfer von BTC], ist Bitcoin als Zahlungsmethode misslungen".

Bair beschreibt daraufhin eine hypothetische digitale Währung namens FedCoin die von der US-Notenbank ausgegeben und gedeckt wäre. Da FedCoin von der Fed gedruckt sein würde, würde er die Probleme von Bankläufen in Zeiten von finanziellem Druck lösen, denn "laut Definition kann sie [die Fed] finanzielle Verpflichtungen immer ausgleichen". Laut Bair könnte der FedCoin die Notwendigkeit von Girokonten und damit die Kosten für deren Führung eliminieren sowie die von Banken und Kreditkarten für kleine Unternehmen erhobenen Interbankengebühren senken.

Bair erklärt jedoch, "eine Verlagerung von Bankkonten auf CBDC könnte schwerwiegende negative Auswirkungen auf die Kreditverfügbarkeit haben, da die Banken auf Einlagen zur Finanzierung von Krediten angewiesen sind".

Bair erklärt weiter, dass Einzelhändler von den niedrigeren Kosten für die Verwendung von CBDCs so angezogen werden könnten, dass sie "eine andere Art von Bankgeschäften anstoßen könnten, da das Fiatgeld schnell aus den Einlagenkonten in digitale Coins wanderte".

Bair schreibt, dass, diese neue Art von Bankgeschäften zwar "sehr schlecht für das Bankensystem, aber auch für die Fed wäre", deren Währungsmonopol dann gefährdet wäre, aber die Fed "muss jetzt ernsthaft die relativen Vorzüge einer Ausgabe ihrer eigenen digitalen Währung bewerten":

"Wenn sie mit dieser Technologie nicht Schritt hält, könnte nicht nur das Bankwesen gestört werden, sondern auch die Fed selbst."

Länder auf der ganzen Welt haben ebenfalls begonnen, CBDCs zu erforschen: Ende Mai, hat die Bank von England einen Arbeitsbericht über von der Zentralbank herausgegebenen digitalen Währungen herausgegeben. Und letzte Woche enthüllte Thailands Zentralbank, dass sie über eine eigene Kryptowährung nachdenke.

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