Experten diskutieren bei der bei der BlockShow Americas 2018 die Zukunft von Krypto

Der zweite Tag der BlockShow Americas 2018 begann mit einer robusten Debatte über die Nützlichkeit von Kryptowährungen zwischen Nouriel Roubini, dem leitenden Geschäftsführer von Roubini Macro Associates und einem Vorseher der Finanzkrise 2008, welcher auch als "Dr. Doom" bekannt ist, und Alex Mashinsky, dem Gründer von Celsius Network. Roubini argumentierte, "in der Krypto-Sphäre gibt es null Sicherheit" und behauptet, es gibt "keine Demokratisierung und Dezentralisation".

Mashinsky antwortete, "das derzeitige System funktioniert nicht für sieben Mrd. Menschen in der Welt", wenn "nur die Leute der Wall Street ihre Rechnungen bezahlen können". Er fügte hinzu, dass "zu sagen, dass Fintech nichts mit Krypto zu tun hat, ist nicht wahr".

Die Konferenz ging weiter mit einer Diskussion über die Nutzung von Blockchain im Onlinehandel und wie Händler und Kunden gleichermaßen von der Technologie profitieren können. Einige der Sprecher drückten ihre Bedenken hinsichtlich der Nutzung von Krypto im Alltag aus, so beispielsweise Austim Kimm, COO bei Crypterium.

Er sagte, es gibt "keine realen Anwendungsfälle. [Die Industrie muss] einen Grund finden, warum alte Leute mit der Nutzung von Krypto anfangen sollten." Eric Benz, ein Gründungsmitglied der britischen Assoziation für Digitalwährung, sagte, dass das Ökosystem sehr klein sei und dass die Unsicherheit der Kunden hinsichtlich Kryptowährungen deren Wachstum und Verwendung beeinflusse.

"Die Größe dieses Ökosystems ist eine Amöbe ... Am Ende des Tages möchte ich von Konsumentenperspektive aus wissen, dass mein Geld nachts bei mir ist."

Später schloss sich Roubini der Debatte darüber an, wie Blockchain aus der Perspektive großer Institutionen gesehen wird, wie Tone Vays, Ex-Wall Street-Experte und Forscher, Sterlin Lujan, Kommunikationsbotschafter bei Bitcoin.com, und David Drake, Gründer und Vorsitzender von LDJ Capital. Roubini warf in den Raum, dass "alles in der Krypto-Sphäre nutzlos" sei und stellte die Notwendigkeit der Blockchain-Integration infrage:

"Fintech ist nicht Blockchain. Warum brauchen wir Blockchain?! Milliarden Mengen tätigen Milliarden Transaktionen, indem sie digitale Firmen verwenden - PayPal, etc. Was hat das mit Blockchain zu tun? Nichts. Ein Farmer in Kenia kann Intesa verwenden. Warum braucht er Blockchain?"

Im Gespräch über die Tokenisierung physischer Vermögenswerte behauptete Mike Butcher, führender Editor bei TechCrunch, dass eine robuste legale Infrastruktur notwendig sei, damit die Industrie wachsen kann. Er sagte, "Regulation ist der Schlüssel" und bemerkte, dass "Polen und Frankreich begegnen Krypto als legale Methodik".

Vladimir Tomko, Geschäftsführer bei Blockchain Cuties, argumentierte dass die Gamingindustrie Tokenisierungen bis 2019 "absolut sicher" annehmen wird. Obwohl Tomko zugab, dass sich eine Menge Initial Coin Offerings (ICOs) als Betrüge oder Ponzi-Schemas entpuppt haben, so sagte er auch, dass die Gemeinschaft und die Entwickler derzeit daran arbeiten, das Umfeld transparenter und sicherer zu gestalten.

In der Diskussion darüber, wie Blockchain Americas aufstrebende Industrien beeinflussen kann, sagte der Panelmoderator Michael Gasiorek, dass es "eine Menge gute Intentionen" gebe, allerdings sei das Problem die Frage, wie man die Bürger involviert bekommt.

Während Manish Sharma, Senior Product Manager bei LinkedIn, vorschlug, den Leuten "die Macht zurückzugeben", argumentierte Dan Itkis, Co-Schöpfer des Blockchain-Zahlungsprozessors GRAFT, "bei Blockchain geht es nur um Dezentralisierung. Durch je mehr Menschen man teilen kann, desto mehr nähert man sich Dezentralisierung an."

Während der Paneldiskussion über Bitcoin-ETFs sagte der Blockchain-Medienberater, Dallas Santana, er sei mit Krypto gelangweilt, weil "es kein wirkliches Geschäft dahinter" gibt. Er fügte hinzu, dass er "die Bitcoin-Geschichte endgültig satt" hat, da sie der Entwicklung der Industrie schade. Er argumentierte, dass Fonds, die gute Leistungen zeigen, Portfolios "auf die altmodische Art" aufbauen werden, indem sie Firmen und deren Geschäftsmodelle untersuchen.