Facebook: Neue Lobbyisten für Stablecoin-Projekt Libra

Der Social-Media-Riese Facebook hat zwei weitere Lobbyisten eingestellt, die bei der Einführung seines geplanten Stablecoin Libra helfen sollen.

Wie Bloomberg am 5. September berichtete, wurde aus den Lobby-Erklärungen, die Anfang dieser Woche eingereicht wurden, ersichtlich, dass William Hollier, der Präsident der Beratungsfirma in legislativen und regulatorischen Angelegenheiten Hollier Associates LLC, Ende August begonnen, Facebook unter anderem in Sachen Blockchain-Politik zu unterstützen.

Zuvor arbeitete Hollier für den republikanischen US-Senator Mike Crapo, der bei einer Anhörung über Kryptowährungen und Blockchain sagte: "Das Projekt Libra von Facebook hat das Interesse an digitalen Währungen und Blockchain neu geweckt [...] Eine angemessene Balance aus Regulierung, digitalen Währungen und der innovativen Technologie dahinter, könnte bedeutende Vorteile bringen."

Michael Williams von der Williams Group, begann im Juli mit der Lobby-Arbeit für Facebook. Zuvor war Williams als Geschäftsführer der Investmentbank Credit Suisse Securities tätig.

Weitere Unterstützung für das Projekt Libra

Ende August hat Facebook das Lobbying-Unternehmen FS Vector aus Washington angeheuert. Das ist ein Beratungsunternehmen, das sich auf regulatorische Compliance, öffentliche Arbeit und Geschäftsstrategie für die Bereiche Fintech, Kryptowährung, Blockchain und Finanzdienstleistungen spezialisiert hat. Die Firma soll Facebook dabei helfen, sich mit den negativen Reaktionen auf den Libra auseinanderzusetzen.

Tyler und Cameron Winklevoss, beide bekannte Bitcoin (BTC)-Bullen und Gründer der Kryptobörse Gemini, sagten in Bezug auf den Libra, sie wären offen für eine Partnerschaft mit dem Erzrivalen Mark Zuckerberg. Cameron behauptete, dass Libra ein Schritt in Richtung Massenakzeptanz für Kryptowährungen darstelle.

Es wurde jedoch auch berichtet, dass mindestens drei der frühen Unterstützer von Facebooks geplantem Stablecoin Libra erwägen würden, angesichts der heftigen regulatorischen Kritik ihre Unterstützung zurückzuziehen.