Facebook: Lobbyfirma soll regulatorischen Druck auf Libra mildern

Facebook hat eine Lobbyfirma aus Washington angeheuert, die dem Social-Media-Riesen dabei helfen soll, mit der negativen Reaktion auf ihren geplanten Stablecoin Libra umzugehen.

Laut einem Bericht von O'Dwyer PR vom 26. August arbeitet Facebook mit FS Vector zusammen - einem Beratungsunternehmen, das sich auf regulatorische Konformität, öffentliche Arbeit und Geschäftsstrategie für Unternehmen aus den Bereichen Fintech, Kryptowährung, Blockchain und Finanzdienstleistungen spezialisiert hat.

Das Facebook-Konto von FS Vector

In den Registrierungsdokumenten für Lobbyarbeit von Facebook, die beim US-Kongress eingereicht wurden, heißt es, dass das Unternehmen von FS Vector bei "Fragen im Zusammenhang mit Blockchain" unterstützt wird.

Das Facebook-Konto wird vom FS-Vector-Partner John Collins geleitet, dem ehemaligen Vizepräsidenten für internationale Arbeit bei der Finanz- und Handelstochtergesellschaft der American Bankers Association, der Bankers Association for Finance and Trade. 

Zuvor hatte Collins im Komitee des US-Senats für Heimatschutz und Regierungsangelegenheiten gearbeitet und war 2013 auch der Leiter der ersten Forschungen des Kongresses in Bezug auf digitale Währungen. 

Weiterhin Zweifel

Wie berichtet wurde, gab es in der laufenden Überprüfung der geplanten globalen Kryptowährung von Facebook durch die US-Regulierungsbehörden ein Treffen mit den Finanzbehörden der Schweiz. 

Facebook hat beschlossen, die Libra Association, das unabhängige, leitende Konsortium für ihren geplanten Libra, in der Schweiz zu registrieren. 

Bei einer Anhörung vor US -Abgeordneten Mitte Juli hatte David Marcus - Leiter bei Facebooks Wallet-Dienst Calibra - behauptet, dass diese Entscheidung "nicht der Umgehung von Regulierungen oder Aufsichtsbehörden zu diene". Diese Region sei lediglich eine internationale Drehscheibe, die gut für das Geschäft sei.

Nach dem Treffen mit Schweizer Regierungsvertretern und lokalen Regulierungsbehörden letzte Woche sagten die Mitglieder des Finanzdienstleistungsausschusses des US-Repräsentantenhauses, dass sie weiterhin Bedenken hätten, "einem großen Technologieunternehmen zu erlauben, eine privat kontrollierte, alternative globale Währung zu entwickeln".