Analyst: Facebook könnte Blockchain zur Datenkontrolle einsetzen

Die Blockchain-Technologie könnte eine Lösung für den Kampf gegen den Missbrauch persönlicher Daten und Inhalte sein, so ein Analyst von RBC Capital Markets am 21. März. Der RBC-Analyst Mitch Steves sprach mit CNBC im Zuge des anhaltenden Facebook-Privatsphäre-Skandals und sagte, die Blockchain sei "wo wir langfristig hingehen", was die Datenintegrität im Internet beträfe.

"In Zukunft muss jemand wie du seine Fotos nicht mehr an Facebook weitergeben", sagte Steves im Fast Money-Segment von CNBC.

"Stattdessen könntest du das Foto einfach mit anderen teilen, und dann kannst du es verfolgen und sicherstellen, dass es nicht mit jemandem geteilt wird, der Zugang zu deinen Informationen hat."

Obwohl Blockchain Technologie technisch bis jetzt nicht in den Mainstream der sozialen Netzwerke geschafft hat, tauchen weiterhin dedizierte Blockchain-basierte Alternativen auf, von Dating-Netzwerken bis hin zu Communities wie Steemit.

Wie Steves jedoch feststellt, hätten Facebook-Nutzer, so sehr die Technologie auch Transparenz böte, immer noch nicht die volle Kontrolle darüber, wie sich ihre Daten im Internet verbreiten.

"Das Hauptproblem, welches bislang nicht gelöst wurde, ist, dass keiner es stoppen kann", verwies Steves auf die Tatsache, dass Dritte Inhalte, die ihnen unwissentlich über individuelle Privatsphäre-Einstellungen eines Benutzers zugänglich gemacht würden, weitergeben könnten.

"Nehmen wir an, Facebook hat sich entschieden, Ihr Foto an einen Werbetreibenden zu verkaufen.... Sie können sehen, dass diese Transaktion stattgefunden hat, aber Sie können diese Transaktion nicht von vornherein verhindern."

Facebooks Entscheidung im Januar, Werbung für Kryptowährungen auf seiner gesamten Plattform als "betrügerische Werbepraktiken" zu verbieten, mutet angesichts des aktuellen Skandals um den Missbrauch von Daten durchaus skurril an.