Twitter: Elon Musk Schwindel für Bitcoin-Betrug genutzt

Mehrere verifizierte Twitter-Konten wurden am 5. November gehackt, um die Identität von Elon Musk anzunehmen. Durch den Betrug sollen ca. 170.000 US-Dollar gestohlen worden sein.

Nachdem die verifizierten Konten gekapert wurden, änderten die Angreifer jeweils die Profilnamen und Bilder, um sich so als Geschäftsführer von Tesla auszugeben. Daraufhin verfassten sie Mitteilungen in Twitter-Gesprächen, die zuvor vom echten Elon Musk gestartet worden waren, wodurch sie den Anschein der Echtheit erwirken wollten. In einigen der Tweets wurde angekündigt, dass Musk „die größte“ Krypto-Schenkung der Welt planen würde. Speziell wurden Nutzer von „Bitcoic“ (Tippfehler: Bitcoin) angesprochen, die über einen bestimmten Link an der Schenkung „teilnehmen“ könnten.

Screenshot of compromised Pathe UK account. Source: Business Insider

Screenshot des gekaperten Kontos von Pathe UK. Quelle: Business Insider

Um die Sicherheitsvorkehrungen von Twitter zu umgehen, wandelten die Betrüger den Namen „Elon Musk“ leicht ab, jedoch so unauffällig, dass es auf den ersten Blick nicht ins Auge fiel. So war es für Twitter auch nicht möglich, die Fälschungen automatisch zu erkennen.

Unter den betroffenen Konten befanden sich zum Beispiel die Filmproduktionsfirma Pathe U.K. oder der amerikanische Politiker Frank Pallone Jr.

Lachlan Markay, ein Reporter der Zeitung Daily Beast, bestätigte, dass das Konto von Pallone tatsächlich gehackt wurde, allerdings ohne politischen Hintergrund, denn es sei „lediglich ein Bitcoin-Betrug“.

Weiter fügt Markay an, dass eine der benutzten BTC-Wallets ca. 158.256 US-Dollar erhalten haben soll, wobei „noch immer Geld reinkommt“. Bei Redaktionsschluss belief sich die gestohlene Summe dieses Wallets auf 26,38 BTC (168.930 US-Dollar).

Pathe U.K. vermeldete später, die Kontrolle über ihr Konto zurückerlangt und die falschen Elon Musk Einträge gelöscht zu haben.

Auch andere bekannte Personen der Krypto und Tech Branche wurden schon auf ähnliche Weise Opfer von Identitätsklau. Im April hatte Pavel Durov, Gründer und Geschäftsführer von Telegram, eine Warnung an seine Follower herausgegeben, dass die Server der Messenger-App überlastet wären. Krypto-Betrüger griffen die Nachricht auf und gaben sich als Durov aus, um den Nutzern ein betrügerisches „Dankeschön“ als etwaige Entschädigung anzubieten.

Im Januar gaben sich mehrere Personen als Charlie Lee, dem Gründer von Litecoin (LTC), aus, wobei auch hier eine vermeintliche LTC-Schenkung als Betrugsmittel beworben wurde. Die Betrüger nutzten hierzu ähnliche Twitter-Namen wie Charlie Lee (@SatoshiLite), darunter @SatoshiLitez und @SatoshiLitee_.

Im September hatte Elon Musk den Erfinder von Dogecoin (DOGE) Jackson Palmer darum gebeten, ihm im Kampf gegen „nervige“ Krypto-Betrüger zu helfen. Palmer antwortete zügig und bat Musk, sich bei ihm per Direktnachricht zu melden. Später soll er Musk dann ein Skript zugeschickt haben, um das Problem zu lösen.