Unternehmen schlagen weiterhin Profite aus dem Blockchain-Namen-Hype, SEC verspricht strengere Beobachtung

US-Unternehmen, die ihren Namen ändern und das Wort "Blockchain" darin verwenden, könnten schon bald unter strengerer Beobachtung von Regulierungsbehörden stehen. Das geht aus neuen Kommentaren hervor, die am Montag, 22. Januar, von der US Securities and Exchange Commission (SEC), der US-Wertpapier- und Börsenkommision, veröffentlicht wurden.

Bei seinem Vortrag am Securities Regulation Institute, dem US-Institut für Wertpapierregulierung, hat der Vorsitzende des SEC Jay Clayton auch einen kurzen, aber treffenden Kommentar zu Blockchain-Technologie abgegeben. Clayton hat insbesondere das wachsende Phänomen von Unternehmen angesprochen, die das Wort "Blockchain" an ihren Namen hängen, um "Profit aus diesem angeblichen Versprechen" zu schlagen.

Cointelegraph hat bereits zuvor über Unternehmen in den USA und anderen Orten berichtet, die ihren Namen so verändern, dass das Wort "Blockchain" darin vorkommt. Das hat bewirkt, dass die Aktien dieser Unternehmen drastisch gestiegen sind, was wiederum einen kurzfristigen Profit und eine erhöhte mediale Aufmerksamkeit ermöglichte.

Im Fall eines Getränkeherstellers, der zuvor unter dem Namen Long Island Iced Tea Corp. bekannt war, hat der Namenswechsel zu "Long Island Blockchain Corp." den Aktienkurs des Unternehmens so weit hochgetrieben, dass es nicht aus dem NASDAQ genommen werden konnte.

Doch es bleibt weitgehend zweifelhaft, inwiefern Unternehmen, die "Blockchain" im Namen haben, tatsächlich mit dieser Technologie arbeiten und inwieweit sie sich an die besten Vorgehensweisen dabei halten. Clayton beschreibt die Situation wie folgt:

"Ich bezweifle, dass irgendjemand hier im Publikum der Meinung ist, dass es akzeptabel für ein öffentliches Unternehmen ohne bedeutende Erfolgsbilanz bei der Kommerzialisierung von Distributed-Ledger- oder Blockchain-Technologie ist, (1) sich in Blockchain-Aktivitäten zu versuchen, (2) seinen Namen in so etwas wie "Blockchain-R-Us zu ändern und (3) sofort Wertpapiere anzubieten, ohne Main-Street-Investoren eine angemessene Auskunft über die Änderungen und Risiken dabei zu erteilen."

Diese Woche ist der Telekommunikation-Investor Stapleton Capital aus dem Vereinigten Königreich auf den Zug aufgesprungen und ist zur "Blockchain Worldwide" geworden. Damit konnte sie von einem sehr kurzen Börsenanstieg um 130 % profitieren, der noch am selben Tag, dem 22. Januar, auf 45 % gesunken ist.

Bei Nachahmern will das SEC scheinbar einschreiten und dafür sorgen, dass solche Schritte legal sind. Clayton hat seine Kommentare über Blockchain am Montag mit den Worten geschlossen:

"Das SEC hat ein wachsames Auge auf die Angaben von öffentlichen Unternehmen, die ihr Geschäftsmodell verlagern, um Profit aus diesem angeblichen Versprechen zu schlagen, Distributed-Ledger-Technologie zu verwenden, und auch darauf, ob diese Angaben den Wertpapiergesetzen entsprechen, besonders im Fall eines Angebotes von solchen."

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