Fünf schwerwiegende Schwachstellen bei EOS entdeckt

EOS.io, das Unternehmen, das die viertgrößte Kryptowährung EOS entwickelt hat, hat nun Preisgelder für die Entdeckung fünf kritischer Schwachstellen ausgezahlt. Die Plattform HackerOne hat von den entsprechenden Zahlungen berichtet.

Am 10. Januar wurde an vier sogenannte „White Hat“ Hacker, also Hacker mit guten Absichten, Belohnungen im Gesamtwert von 40.750 US-Dollar vergeben, einen Tag später bekam eine weitere Person 10.000 US-Dollar zugesprochen. Fünf der im Jahr 2019 vergebenen Preisgelder weisen also schon einen Betrag von 10.000 US-Dollar auf, was die höchste Belohnung ist, die EOS.io auszahlt und zwar nur für schwerwiegendste Sicherheitslücken.

Die Tron Foundation, das Unternehmen hinter der Kryptowährung Tron, hat ebenfalls Belohnungen im Januar ausgezahlt, eine davon für einen kritischen Sicherheitsfehler. Insgesamt hatte die Stiftung 22.700 US-Dollar vergeben.

Auch andere Krypto-Unternehmen haben zuletzt Schwachstellen auf ihren Plattformen entdeckt. So haben zum Beispiel die Kryptobörsen Cobinhood und Coinbase Belohnungen für die Aufdeckung kleinerer Fehler gezahlt.

Alle Schwachstellen, die mit einem Preisgeld belohnt wurden, wurden allerdings nicht öffentlich gemacht.

Bei Redaktionsschluss war der Kurs von EOS relativ stabil, in den vergangenen 24 Stunden hat die Kryptowährung lediglich 0,5% Verlust gemacht, was zu einem Stand von 2,40 US-Dollar führt.

Wie Cointelegraph im letzten Dezember berichtet hatte, wurden Forschern insgesamt 878.000 US-Dollar an Belohnungen zugesprochen, EOS.io soll allein für 60% solcher Gelder im Jahr 2018 verantwortlich sein.

China hatte kürzlich eine neue regierungsgesteuerte Krypto-Rangliste herausgegeben. Hier konnte EOS erneut den ersten Platz belegen, während Bitcoin (BTC) lediglich auf Rang 15 landete.