Ehemaliger Obama-Helfer wegen Krypto-Annahme im Visier von Anti-Bitcoin-Wahlkampagne

Der demokratische Kongresskandidat Brian Forde wurde von politischen Werbekampagnen, die sich gegen Krypto richten, ins Visier genommen, weil er Bitcoin (BTC)-Spenden für seine Kampagne akzeptiert hat. Das geht aus einem Bericht von VICE vom Dienstag, 22. Mai, hervor.

Fordes Rivale Dave Min, der auch für die Nominierung der Demokraten für die bevorstehenden Kongresswahlen in Kalifornien kandidiert, hat eine Werbeanzeige in Umlauf gebracht, in der angedeutet wurde, Fordes Spender seien "Bitcoin-Spekulanten, die gegen ein hartes Durchgreifen gegen Drogenhandel und Menschenhandel sind." Gegenüber VICE reagierte Forde auf diese Behauptungen und sagte:

"Diese Kommentare über meine Unterstützer sind sensationsgierig, äußerst unzutreffend und spiegeln das mangelnde Verständnis meines Gegners für die Technologie wider. Wenn sie spekulieren würden, hätten sie zu meiner Kampagne nicht in Bitcoin beigetragen. Sie haben nicht gehalten, sie haben bei meiner Kampagne Bitcoin gespendet, weil sie an die Technologie glauben."

Forde, der zuvor die Obama-Administration in Sachen Krypto beraten und die Digital Currency Initiative des MIT geleitet hatte, ist ein unerschütterlicher Krypto-Befürworter. Bloomberg bezeichnete ihn deshalb bereits als den "Kryptokandidaten für den Kongress". Laut Bloomberg hat seine Kampagne Unterstützung von Krypto-Community-Riesen, wie zum Beispiel Mike Novogratz und den Winklevoss-Brüdern, erhalten. Sein Gegner Min hingegen ist ein ehemaliger SEC-Anwalt und derzeit Professor für Rechtswissenschaften an der Universität von Kalifornien in Irvine.

"Während Mins Kampagne eine Technologie verunglimpft, die er offensichtlich nicht versteht, verwenden die Vereinten Nationen sie, um Menschenhandel zu bekämpfen", sagte Forde gegenüber Bloomberg und bezog sich dabei auf eine UN-Initiative für ein Blockchain-basiertes digitales Identitätssystem, das Kinderhandel weltweit bekämpfen soll. "Wir brauchen mehr rationale Wissenschaftler und Technologen im Kongress, die eine auf Beweise basierende Politikgestaltung anstreben. Wir brauchen keine Politiker, die irrationale Entscheidungen auf Grundlage ihrer Emotionen treffen", betonte er.

VICE merkte auch an, dass die US-amerikanische Bundeswahlkommission (FEC) im Jahr 2014 einstimmig beschlossen hat, politischen Handlungskomitees die Annahme von BTC-Spenden zu erlauben, vorausgesetzt, dass die Spender sich auch identifizieren. New Hampshire war der erste US-Bundesstaat, der die FEC 2014-Entscheidungen umsetzte, wobei Colorado angedeutet hat, dass es diese Woche ebenfalls diesem Beispiel folgen wird.

Die FEC behandelt Bitcoin-Beiträge derzeit als Sachspenden an Kampagnen, was bedeutet, dass die Kandidaten 10 Tage Zeit haben, die BTC-Beiträge in ihre offizielle Wahlkampfkasse zu übertragen. Wie Cointelegraph berichtete, hat der FEC geprüft, ob seine Regulierungen dahingehend geändert werden sollen, dass virtuelle Währungen in Zukunft wie Bargeld behandelt werden.