Novogratz: „Bitcoin-Kurs wird nicht weiter fallen“

Mike Novogratz, ehemals Partner bei Goldman Sachs und Gründer der Krypto-Bank Galaxy Digital, geht davon aus, dass der Bitcoin-Kurs nicht weiter fallen wird. Dies äußerte er am 18. Dezember in einem Interview mit Bloomberg.

Gegenüber Bloomberg Television sagte Novogratz, dass der Bitcoin-Kurs nicht viel weiter fallen wird, trotz der derzeit schwachen Marktlage. Für die nahe Zukunft prognostiziert er einen Kurswert zwischen 3.000 – 6.000 US-Dollar.

In diesem Zusammenhang meint Novogratz, dass die Weltwirtschaft für Händler derzeit viel interessanter ist als die Kryptomärkte:

„Die momentane Weltwirtschaft befindet sich in einer aufregenden Phase. Kryptowährungen sind deshalb zurzeit viel weniger interessant als der Handel auf den Weltmärkten. Die Weltwirtschaft war einige Jahre richtig langweilig, wohingegen Kryptos spannend und neu waren.“

Des Weiteren gibt er an, sich „ziemlich sicher“ zu sein, dass Bitcoin ein digitales Wertaufbewahrungsmittel werden wird. Außerdem zeigt Novogratz sich überzeugt, dass die Blockchain-Technologie zum „Web 3.0“ führen wird und dass es in Zukunft „eine Vielzahl tokenisierter Objekte“ geben wird, wie zum Beispiel digitalisierte Kunstgegenstände. Tokenisierung meint dabei die „Verpackung“ von Vermögenswerten in kryptographische Tokens.

Anfang Dezember hatte Novogratz den gegenwärtigen Kursverlauf der Kryptowährungen als einen „Drogenentzug“ beschrieben. Dabei nannte er den kometenhaften Aufstieg von Bitcoin (2017) eine „Droge“, die einen „spekulativen Rausch“ ausgelöst habe. Zum jetzigen Zeitpunkt würde sich der Markt nun in einer „Ausnüchterung“ befinden. Er hob in diesem Kontext „die Angst“ und den „Pessimismus“ der Anleger hervor, wodurch sich die Befürchtung breitmachte, dass die Top-Kryptowährung „gegen null“ gehen könnte.

Im November hatte Novogratz zuvor gesagt, dass er für das nächste Jahr „eine Wende“ der Kryptomärkte erwartet, da „die Kurse ab dann wieder in Bewegung kommen“. Diese Vermutung stützt er auf die Annahme, dass institutionelle Investoren im ersten Quartal in den Markt eintreten.