Der Goldpreis hat angesichts zunehmender geopolitischer Spannungen und globaler Handelsspannungen die Marke von 5.000 US-Dollar überschritten, während Bitcoin auf 86.000 US-Dollar gefallen ist, da sich die Divergenz zwischen den beiden Vermögenswerten vergrößert hat.
Gold stieg am Montag auf ein Rekordhoch von 5.080 US-Dollar, nachdem es laut Gold Price in diesem Jahr bisher um 17 % zugelegt hatte. Händler schwenkten angesichts eines möglichen Shutdowns der US-Regierung und der Unsicherheit über die eskalierenden Zolldrohungen der Trump-Regierung zu dem Edelmetall.
„Der wahrscheinliche Shutdown hat den Edelmetallen nur noch mehr Auftrieb gegeben“, hieß es am Montag von The Kobeissi Letter.
Die Handelsspannungen haben sich mit einer weiteren Runde von Zollandrohungen am Wochenende ebenfalls verschärft, als US-Präsident Donald Trump Kanada wegen eines Handelsabkommens mit China mit einem Zollsatz von 100 % drohte.
Gold erreichte vor Ether (ETH) die Marke von 5.000 US-Dollar und beendete damit eine Anfang Oktober auf Polymarket platzierte Wette darüber, welcher Vermögenswert diese Marke zuerst erreichen würde. Der ETH-Kurs fiel am Sonntag unter 2.800 US-Dollar und liegt nun mehr als 40 % unter seinem Allzeithoch von 4.946 US-Dollar im August.
Silber ist ebenfalls zum ersten Mal in der Geschichte über 107 US-Dollar pro Unze gestiegen und hat im Jahr 2026 bislang um 48 % zugelegt.
Bitcoin und Gold: Korrelation bröckelt
Bitcoin (BTC) hat am Sonntag laut TradingView 1,6 % verloren und damit alle Gewinne, die er in diesem Jahr bisher erzielt hatte, wieder eingebüßt, als er am späten Sonntag auf Coinbase auf ein Fünf-Wochen-Tief von knapp unter 86.000 US-Dollar fiel.
Bitcoin liegt nun 30 % unter seinem Höchststand vom Oktober von 126.000 US-Dollar, da die Divergenz zwischen dem digitalen Vermögenswert und Gold weiter zunimmt.
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Investoren: Mehr Interesse an Gold als an Treasuries
Gold legt zu, während Kryptowährungen aufgrund der zunehmenden Wahrscheinlichkeit, dass die US-Regierung Ende des Monats vor einem Shutdown steht, nachgeben, sagt Jeff Mei, Chief Operations Officer der BTSE.
„Darüber hinaus preisen die Märkte die Wahrscheinlichkeit ein, dass die Fed das aktuelle Zinsniveau beibehalten wird, da die Wirtschaft ein stärkeres Wachstum und bessere Beschäftigungszahlen verzeichnet“, erklärte Mei gegenüber Cointelegraph.
„Normalerweise fließt Kapital in unsicheren Zeiten in sichere Anlagen wie US-Staatsanleihen und Gold, aber aufgrund des möglichen Regierungsstillstands und Trumps jüngster Zolldrohungen gegenüber Grönland tendieren globale Investoren weniger zu Staatsanleihen als vielmehr zu Gold“, fügte er hinzu.

