AAX Exchange: Krypto-Regulierung von Hongkong lässt Grauzone für Börsenbetreiber

Die in Hongkong ansässige Bitcoin (BTC) Spot- und Derivatebörse Atom Group hat trotz einer Verschärfung der Krypto-Regulierung ihren den Geschäftsbetrieb aufgenommen.

Wie die South China Morning Post (SCMP) am 7. November berichtete, verwendet die Atom Asset Exchange (AAX) die von der Londoner Börse entwickelte Millenium Exchange Matching Engine und verspricht potenziellen Kunden niedrigere Handelslatenzzeiten und Transparenz der Handelsdaten.

SFC bringt Security Token und Krypto-Futures unter seine Kontrolle

Der Start von AAX erfolgt nur einen Tag nach der Veröffentlichung der neuen Regeln für den inländischen Kryptowährungshandel durch die Hongkonger Wertpapieraufsicht SFC.

Die Aufsichtsbehörde weist darauf hin, dass der Kryptowährungshandel im Zusammenhang mit Wertpapieremissionen oder Futures-Kontrakten künftig als regulierte Aktivität in ihren Aufgabenbereich fallen. Der Ankündigung kommt laut Branchenkommentator Dovey Wan, einem Gründungspartner der Blockchain-Investmentfirma Primitive Ventures, eine große Bedeutung zu.

In its guidance, the SFC stated that a license or authorization would be required for cryptocurrency futures products unless an exemption applies. It outlined:

"Hongkong beherbergt Dutzende von Plattformen für den Handel mit virtuellen Vermögenswerten, die Anlass zu ernsthaften Bedenken hinsichtlich des Anlegerschutzes geben. Eine Reihe von ihnen könnte beschließen, nach dem neuen Rechtsrahmen keine SFC-Lizenz zu beantragen. Durch diese ihnen offen stehende Möglichkeit wird lediglich sichergestellt, dass es sich bei keinem auf ihren Plattformen gehandelten virtuellen Vermögen um einen "Wertpapier-" oder "Futures-Kontrakt" handelt.

Wie SCMP anmerkt, wies SFC-Chef Ashley Alderin diese Woche darauf hin, dass bestimmte Krypto-Futures oder Derivatekontrakte mit einer hohen Hebelwirkung ein hohes Risiko darstellen und deshalb möglicherweise nicht legal handelbar sind.

Unklare Positionierung von AAX 

Ungeachtet dessen sagte AAX-Chef Thor Chan gegenüber SCMP, er halte AAX nicht für mit dem Rahmen der SFC vereinbar und betonte, dass die Plattform stattdessen nach zusätzlichen Lizenzen in Asien suchen werde, um Geschäftsbeziehungen mit Banken aufzubauen:

"Aufgrund des von der SFC vorgeschlagenen Rechtsrahmen glaube ich, dass ein Teil des Marktes noch eine Weile unreguliert bleiben wird."

Im Anschluss an die neu veröffentlichte Anweisung der SFC sah sich AAX zu folgender offiziellen Erklärung veranlasst:

"Wir begrüßen die neueste Richtlinie der SFC. Die AAX hat sich vorgenommen, in regulierten Märkten für Kryptowährungen tätig zu sein, die Innovationen fördern, aber auch Anlegerschutz bieten. Wir sehen die Ankündigung der SFC als einen wichtigen Schritt in diese Richtung."

Laut einem Medienbericht führte das bereits im Oktober 2018 eingeführte Lizenzregime der SFC für Manager von Krypto-Währungsfonds bislang nur zu einer einzigen Genehmigung.

Im März dieses Jahres veröffentlichte die SFC regulatorische Richtlinien für Security Token Offerings (STO), laut denen Wertpapier-Token voraussichtlich als Wertpapiere eingestuft werden und somit unter die geltenden Wertpapiergesetze fallen.