Börsenaufsicht von Hongkong will heute Regulierung von Kryptobörsen vorstellen

Die Börsenaufsicht von Hongkong (SFC) wird im Laufe des heutigen Tages neue Vorschriften zur Regulierung von Bitcoin (BTC) und Kryptobörsen vorstellen. Dies berichtet Reuters am 6. November unter Berufung auf Aussagen von der SFC-Chef Ashley Ian Alder.

Rechtliche Klarheit für Kryptobörsen

Die neuen Vorschriften sollen regeln, welche Voraussetzungen Kryptobörsen bei der Verwahrung von Kryptowährungen einhalten müssen, wobei besonders Informationseinholung (von Kundendaten) und Maßnahmen zur Geldwäschebekämpfung im Vordergrund stehen.

„Die neuen Vorgaben werden es virtuellen Handelsplattformen erstmals ermöglichen, eine Zulassung durch die SFC zu erhalten. Dies ist ein wichtige Schritt nach vorne“, so der Chef der Börsenaufsicht. 

Wie Cointelegraph im November 2018 berichtet hatte, hatte die SFC damals Richtlinien für Krypto-Vermögen und Kryptobörsen formuliert, die mit den neuen gesetzlichen Vorschriften eine neue Dimension der Tragweite erhalten.

Huobi hat gute Karten

Krypto-Expertin Dovey Wan meint, dass der neue Gesetzesrahmen der Hongkonger Aufsichtsbehörde von großer Bedeutung für die gesamte Kryptobranche ist. In diesem Zusammenhang vermutet sie, dass Huobi womöglich beste Chancen hat, einen entsprechenden Antrag erfolgreich einzureichen, um die erste in Hongkong zugelassene Kryptobörse zu werden.

„WOW, das ist wirklich WICHTIG“, so Wan auf Twitter. „Die Börsenaufsicht von Hongkong wird in einigen Stunden bekannt geben, wie sie Kryptobörsen um eine Zulassung bewerben können.“

Dazu ergänzte sie:

„Die Tatsache, dass Huobi bereits durch die Hintertür auf der Hongkonger Börse (HKex) eingetragen ist, wird ihr dabei helfen, auch die erste zugelassene chinesische Kryptobörse zu werden.“

Anfang März hatte die SFC wiederum Richtlinien für die Abhaltung von Token-Verkäufen veröffentlicht. Diese bezogen sich speziell auf solche Kryptowährungen, die nach dem Wertpapiergesetz von Hongkong „höchstwahrscheinlich als Wertpapiere gelten würden“.