Forscher will Wallet-Adressen von QuadrigaCX Cold ermittelt haben

Ein Internet-Analyst hat behauptet, vier Bitcoin-Adressen gefunden zu haben, die zum nicht mehr existierenden kanadischen Börsenplatz QuadrigaCX gehörten, und seine Ergebnisse am 13. Februar auf Reddit veröffentlicht.

Der von einem Reddit-Nutzer namens  u/dekoze veröffentlichte Beitrag gibt fünf angeblich zu QuadrigaCX gehörende Adressen an und stellt fest, dass die Zahl nur einen Bruchteil der Gesamtzahl der zugehörigen Wallets ausmacht. Die an die Adressen gesendeten Transaktionen entsprechen in etwa der Menge an Bitcoin, die laut Quadriga zuvor versehentlich an gesperrte Cold Wallets geschickt wurden.

" Es ist bemerkenswert, dass jede Adresse seit April 2018 inaktiv gewesen ist und die Mehrheit ihrer empfangenen BTC entweder direkt aus der QCX-Hot-Wallet oder durch eine Wallet 1-Übertragung aus dem Hot-Wallet entfernt wurde", kommentierte u/dekoze weiter:

"Mit all diesen Informationen können wir bestätigen: Diese 5 Adressen sind ein Teil der QCX Cold Wallet Adressen."

QuadrigaCX ist seit dem Tod seines CEO Gerald Cotten im Dezember zu einem Debakel geworden. Cotten hinterließ keinen Hinweis auf die Identität der Cold Wallets der Börse oder wie man darauf zugreifen könnte, was bei den Nutzern zu einem Verlust von fast 200 Millionen US-Dollar führte.

Seitdem sind mehrere Theorien über die Ereignisse im Umlauf, so etwa auch das Gerücht, dass Quadriga nie die vorgegebenen Bestände hatte oder dass ein Unbekannter Zugang zu den Cold Wallets haben könnte.

Sollten die neuesten Erkenntnisse zutreffend sein, wird dies ein neues Licht auf die Quadriga-Wallets werfen.

"An dieser Stelle haben wir aufgrund plausibler Bestreitbarkeit und mangelnder Transparenz das Ausmaß dessen erreicht, was wir (ohne Rechtsdurchsetzung) im Moment zu 100% wissen können", fasste u/dekoze zusammen:

"Mit minimalem Verständnis der BTC-Blockchain gibt es jedoch einige bedeutende Hinweise, denen wir zwar folgen können, auf Basis derer wir aber nur spekulieren können."

Eine Gerichtsverhandlung am heutigen 14. Februar soll entscheiden, welche Anwaltskanzleien die rund 115.000 Mandanten vertreten dürfen, die Geld verloren haben.