Indien: Polizeikommissar im Zusammenhang mit Bitcoin-Erpressung verhaftet

Ein Polizeikommissar aus Gujarat in Indien, ist wegen mutmaßlicher Entführung und Erpressung eines Unternehmers von Bitcoin (BTC) verhaftet worden, berichtete die Hindustan Times am Montag, den 23. April. In dem Fall waren bereits 10 Polizisten verdächtig worden.

Der indische Geschäftsmann und Bauunternehmer Sailesh Bhatt hatte berichtet, dass Polizisten ihn geschlagen, Geld von ihm erpresst und ihn dann entführt und in einem Bauernhaus festgehalten haben, bis er ein weiteres Lösegeld in Form von Kryptowährung bezahlte. Der angeblich gestohlene Krypto-Betrag soll zwischen 1,8 und 2 Millionen US-Dollar liegen.

Superintendent Jagdish Patel wurde vor zwei Nächten in seinem Amtssitz in Amreli verhaftet und soll "zusammen mit dem angeklagten Polizeiinspektor Anant Patel verhört werden", schreibt die Hindustan Times unter Berufung auf einen Polizeibeamten. Zuvor hatten verschiedenen Medien von der Flucht von Patel berichtet, aber die Hindustan Times stellt fest, dass er bereits letzte Woche verhaftet worden war.

Nach Angaben der Hindustan Times sind auch drei Polizisten und ein Anwalt im Zusammenhang mit dem Fall festgenommen worden.

Die Hindustan Times schreibt weiter, dass wahrscheinlich ein ehemaliges Mitglied der politischen Partei Gujarat Parivartan, Nalin Kotadia, befragt werden wird.  Laut Bhatt hatte Kotadia ihn unter Druck gesetzt, die Lösegeldforderung anzunehmen.

Bei einem größeren Diebstahl in Indien hatte Coinsecure jüngst den Verlust von ca. 485 BTC (ca. 4,4 Mio. US-Dollar zu aktuellen BTC-Preisen) aufgrund angeblichen Fehlverhaltens eines Mitarbeiters zu beklagen.