Indischer Beamter schlägt Verbot von "privaten Kryptos" vor

Der indische Wirtschaftsminister hat dem Finanzministerium des Landes empfohlen, "private Kryptowährungen" zu verbieten, so ein Bericht des indischen Pressezentrums der Regierung vom 31. Oktober.

Der Finanzstabilitäts- und Entwicklungsrat FSDC, der vom indischen Finanzminister Arun Jaitley geleitet wird, hielt eine Sitzung über die aktuelle Wirtschafts- und Finanzlage in Indien ab, an der auch hochrangige Regierungs- und Finanzminister teilnahmen.

Der Wirtschaftsminister Shri Subhash Chandra Garg soll dem Rat vorgeschlagen haben, "einen geeigneten Rechtsrahmen zu schaffen, um die Verwendung privater Kryptowährungen in Indien zu verbieten", so die Pressemitteilung.

Er schlug außerdem vor, den Einsatz von Distributed-Ledger-Technologien (DLT), wie beispielsweise Blockchain, im Land zu fördern.

Crypto Kanoon - ein indisches Anwälte-Team, das Nachrichten über Krypto und Blockchain-Regulierung veröffentlicht - hat ein Zitat aus der Pressemitteilung auf Twitter gepostet und diskutierte die Frage, ob sich das potenzielle Verbot generell auf den Besitz digitaler Währungen und Handel erstrecken soll.

Die Diskussion des Rates fand kurz nach einer Anhörung vor dem Obersten Indischen Gerichtshof letzte Woche statt. Dort wurde der indischen Regierung eine Frist gesetzt, um ihre Krypto-Haltung deutlich zu machen. Der Oberste Gerichtshof forderte die Beamten auf, ihre Haltung bis Mitte November klarzustellen.

Die indische Krypto-Industrie hat seit sieben Monaten mit der Aufhebung eines Teilverbots gerungen, nachdem die Notenbank von Indien (RBI) angeordnet hatte, dass lokale Banken keine Geschäfte mit natürlichen oder juristischen Personen machen, die mit Kryptowährungen zu tun haben. Als Reaktion auf den Schritt der Zentralbank haben mehrere Krypto-Unternehmen eine Beschwerde gegen die RBI vor dem Obersten Indischen Gerichtshof eingereicht. Letzterer hielt das Verbot der RBI aufrecht und verschob daraufhin die Anhörungen.