Studie: 32% der Europäer sehen in Krypto das elektronische Zahlungsmittel der Zukunft

Die meisten Europäer glauben, dass Kryptowährungen bereits in vielen Läden als Zahlungsmittel akzeptiert werden. Dies hat eine Studie der Direktbank ING ergeben, die am 18. September veröffentlicht wurde.

Kryptowährungen als Zahlungsmittel?

Im Rahmen der Umfrage wurden 15.000 Europäer aus 15 verschiedenen Ländern zum Thema Kryptowährungen befragt. 51% der Befragten gaben dabei an, dass man in vielen Läden schon mit Krypto bezahlen kann.

Diese Einschätzung ist allerdings nicht wahrheitsgemäß, da Kryptowährungen überwiegend noch nicht als Zahlungsmittel akzeptiert werden, mit Ausnahme von bestimmten Städten wie das niederländische Arnhem oder in technologiefreundlichen Ländern wie Japan. Die Landkarte CoinMap zeigt momentan 15.430 Läden auf, in denen mit Kryptowährungen gezahlt werden kann.

Einerseits lässt sich hieran der mangelnde Kenntnisstand der Europäer zum Thema Kryptowährungen ablesen. Nichtsdestotrotz konnten 82% der Teilnehmer zumindest eine von fünf Fragen richtig beantworten, was wiederum belegt, dass es mittlerweile immerhin ein grundlegendes Wissen gibt.

Andererseits zeigt es aber auch, welches Potenzial den Kryptos zugeordnet wird. Vier von zehn Befragten (41%) haben hohe Erwartungen an die Entwicklung der Digitalwährungen, während nur ein Viertel (23%) vom Gegenteil ausgeht. Ein Drittel aller Europäer (32%) geht sogar davon aus, dass Kryptowährungen die Zukunft des elektronischen Zahlungsverkehrs sind.  

Des Weiteren wäre mehr als ein Viertel (27%) bereit, Krypto-Services von bekannten Marken und Unternehmen in Anspruch zu nehmen. In diesem Zusammenhang könnten sich die Befragten damit anfreunden, wenn Banken auf ihren Konten auch Kryptowährungen anbieten.

Der Gedanke, dass eine zentrale Instanz für Finanzprodukte verantwortlich sein sollte, spiegelt sich auch in der Tatsache wider, dass 27% der Teilnehmer davon ausgehen, dass Kryptowährungen von einer zentralen Organisation verwaltet werden. 34% sind richtigerweise der Meinung, dass dies nicht der Fall ist, während 44% die Frage nicht zweifelsfrei beantworten können.  

Der Großteil der Europäer (63%) weiß immerhin, dass der Kurswert von Kryptowährungen schwankend ist, 73% können auch richtig zuordnen, dass Kryptowährungen eine Form der Digitalwährungen sind.

Kenntnisstand insgesamt gering

Obwohl sich daran bestätigt, dass es Grundkenntnisse über Kryptowährungen gibt, betonen die Autoren der Studie explizit, dass der Kenntnisstand der breiten Öffentlichkeit bisher noch gering ist. 

Interessant ist dabei auch die Entdeckung, dass „die Gruppe mit weniger Wissen insgesamt offener für die Nutzung von Kryptowährungen war“.

Wie Cointelegraph Mitte August berichtet hatte, hatte eine Onlineumfrage der ING ergeben, dass die Österreicher unter allen Europäern am skeptischsten sind, was Kryptos angeht.