IOTA informiert über Fortschritte bei Coordicide-Projekt

Die IOTA Foundation hat in seinem Research Status Update vom 6. Dezember einen Lagebericht seines Coordicide-Projekts für einen dezentralen Konsensmechanismus veröffentlicht.

Erste Ergebnisse und Milestones

Wie IOTA darin schreibt, beschäftigen sich aktuell mehrere separate Arbeitsgruppen mit einzelnen Fragestellungen des Coordicides. Mit dem Projekt soll die vollständige Dezentralität des Tangles erreicht werden. Dieser steht bislang noch der sogenannte Koordinator als Verifizierungsinstanz im Wege.

Aktuell konzentriere man sich auf die Erstellung einer Spezifikation der für den Coordicide geplanten “Bee Node Software”. Diese solle in Anlehnung an das Whitepaper-Modell grundlegende technische Aspekte zusammenfassen und einer späteren “Engineering Specification” als Ausgangsbasis dienen.

Zu den wichtigsten Coordicide-Komponenten hat IOTA in seinem Status Update bereits einige Details parat.

Für das geplante Autopeering-Modul liegen IOTA aktuell zwei mögliche Ansätze vor, welche aktuell noch untersucht und evaluiert werden. Sobald die Ergebnisse dazu vorliegen, will IOTA eine Reihe von Forschungsartikeln dazu veröffentlichen.

Zu dem für den Tangle künftig geplanten Fast Probabilistic Consensus (FPC)-Mechanismus hat IOTA zwei Artikel (1;2) und eine Simulationsstudie veröffentlicht und diesbezüglich den ersten Milestone erreicht. Mit einem Sicherheitsfeature für FPC sollen sogenannte Berserk-Attacken unterbunden und die Anfälligkeit für andere Angriffe minimiert werden. Die Wirksamkeit des Sicherheitsmodus habe durch die Simulationen bestätigt werden können.

“Cellular Automata” als alternatives Abstimmprotokoll wurde testweise in den GoShimmer genannten Coordicide-Prototypen integriert. Ob es in der ersten Coordicide-Version genutzt werden wird, macht IOTA von weiteren Simulationstests abhängig.

Adaptive Proof of Work soll getestet werden

Auch mit Arbeitsnachweisen nach dem Modell “Adaptive Proof of Work” (aPoW) haben sich die IOTA-Teams inzwischen weiter intensiv beschäftigt und wollen einen bestehenden Forschungsartikel dazu ergänzen. Neben einigen anderen Modulen, welche bereits zum GoShimmer-Repositorium hinzugefügt wurden, soll auch aPoW beim Coordicide-Prototypen getestet werden.

Der Coordicide gilt für IOTA als nächster wichtiger Entwicklungsschritt, um das nicht komplett dezentrale Tangle-Modell voll zu dezentralisieren. Den Plan dazu hatte IOTA erstmals im Mai angekündigt und im Juli eine Roadmap dazu veröffentlicht.