IT-Riese Oracle verklagt Blockchain-Startup wegen Namensverwendung

Der Softwareentwicklungsriese Oracle verklagt das Blockchain-Startup CryptoOracle wegen mutmaßlicher Markenverletzungen und Cybersquatting.

Cybersquatting und Markenverletzung

Die Tech-Nachrichtenplattform Computer Reseller News (CRN) berichtete am 15. August, dass Oracle CryptoOracle wegen Markenverletzungen und Cybersquatting im Bezirk Kalifornien Nord verklagt hat.

Laut Wikipedia ist Cybersquatting "die Registrierung, der Handel mit oder die Nutzung eines Internet-Domainnamens in böswilliger Absicht, um vom guten Willen einer Marke zu profitieren, die jemand anderem gehört".

In der Klage des Technologieriesen heißt es, dass der Name des Startups gewählt wurde, "um den Ruf von Oracle als Innovator und Marktführer in der Technologiebranche zu nutzen und bei den Verbrauchern den guten Willen zu wecken, den Oracle mit seiner eigenen berühmten Marke aufgebaut hat".

CryptoOracle ist ein Beratungsunternehmen, das sich auf den Kryptowährungsraum konzentriert und auch Tickets für von ihm organisierte Branchenveranstaltungen wie CryptoMondays verkauft. Oracle hingegen ist der Softwareentwicklungsriese hinter Java, der auch Blockchain-Dienste anbietet.

Oracle arbeitet auch mit Blockchain

Wie Cointelegraph im Februar berichtete erweitert Oracle unter anderem die Funktionen seiner Oracle Unternehmens-Blockchain-Plattform. Das Startup wurde mehrfach auf CNBC vorgestellt und eines dieser Interviews ist der Grund, dass der IT-Riese beschlossen hat, rechtliche Schritte einzuleiten.

Oracle hat einen Unterlassungsbrief an Oracle wegen seinem Antrag auf die Markenrechte am Namen zukommen lassen. Nun bittet Oracle einen Bundesrichter, dem Startup anzuordnen, diese Markenanmeldung zurückzuziehen, seinen Namen nicht mehr zu verwenden und das Branding aus allen Webdomains zu entfernen, die auf sie verweisen.  Schließlich behauptet der Anwalt von Oracle auch, dass die Firma ein Recht auf die Gewinne des Startups habe.