Der japanische Onlinehändler Rakuten hat angekündigt, die eigene Firmenstruktur neu auszurichten, wobei eine neue Tochtergesellschaft für Zahlungsdienstleistungen geschaffen werden soll, in die auch die eigene Krypto-Abteilung integriert wird. Dies berichtet Cointelegraph Japan am 21. Januar.

Rakuten, das im Westen auch als das „japanische Amazon“ bekannt ist, hatte schon im vergangenen August angedeutet, dass die vielen Nebenprojekte umorganisiert werden sollten, um Zuständigkeiten und Entscheidungsprozesse zu optimieren.

Der Onlinehändler gibt bekannt, dass Spotlight Inc, eine Tochterfirma für Kundenbindung, in eine neue Firma namens Rakuten Payment umgebaut wird. Diese soll in der Folge auch für den Betrieb der eigenen Kryptobörse verantwortlich sein.

Die Rakuten Payment wird ab dem 1. April ihr Geschäft aufnehmen, wie es in der entsprechenden Pressemitteilung heißt. Außerdem sollen an diesem Termin noch weitere Informationen zur Umstrukturierung vermeldet werden.

Die Tochter übernimmt im Zuge dessen zwei vorherige Geschäftsfelder. Einerseits die Kryptobörse Everybody’s Bitcoin, die Rakuten im vergangenen August aufgekauft hatte, und Rakuten Edy, einen Service für Prepaid-Karten.

Die Geschäftsführung erklärt ihre Entscheidung, wie folgt:

„Wir nehmen die Umstrukturierung des Konzerns durch eine Aufteilung des Unternehmens vor, um dadurch Zuständigkeiten zu verdeutlichen, Management-Strukturen zu verbessern und den Einsatz der Ressourcen zu optimieren, wodurch wir weiteres Wachstum und eine Maximierung des Firmenwerts erreichen wollen.“

Rakuten ist schon seit mehreren Jahren in der Kryptobranche aktiv. Schon im Jahr 2015 hatte der Händler angefangen, auf seiner Plattform Bitcoin als Zahlungsmittel zu akzeptieren.

Diese pro-aktive Einstellung gegenüber der Krypto-Industrie ähnelt anderen japanischen Internetkonzernen, wie zum Beispiel der SBI Group, die neben einer eigenen Kryptobörse ebenfalls stark in Krypto-Startups investiert.

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