Japan: Endlich selbstregulierende Organisation für Kryptobörsen

Japan steht kurz davor, die erste selbstregulierende Stelle für seine Kryptowährungsbörsen-Industrie ins Leben zu rufen. Das geht aus Berichten über eine formelle Vereinbarung von der lokalen Nachrichtenagentur Asahi Shimbun vom Dienstag, 24. April, hervor.

Laut Asahi Shimbun haben die sechzehn lizensierten Börsenbetreiber des Landes Maßnahmen ergriffen, die im Kryptowährungsbörsenverband Japan (JCEA) resultieren sollen.

Gerade jetzt, wo die Börsen nach dem 430-Millionen-Euro-Coincheck-Raub im Januar im Rampenlicht stehen, wird die Gruppe einen Verhaltenskodex und Konformitäts-Standards entwickeln, zu deren Einhaltung alle Mitglieder verpflichtet sein werden.

Der Verband wird laut dem JCEA-Vorsitzenden Taizen Okuyama, Präsident und CEO der Forex-Firma Money Partners, auch die zwölf Börsen, die derzeit nicht als Mitglied des japanischen Kryptowährungslizenzierungssystems registriert sind, im Hinblick auf branchenübergreifende "Entwicklung" beraten.

"Ich möchte eine Situation schaffen, in der ich unlizenzierte Börsen beraten kann. Die Entwicklung der Industrie als Ganzes ist wichtig", sagte er gegenüber Asahi Shimbun.

Der Weg zur Gründung der Gruppe war lang. Bereits im Februar hatten zwei Industrieorganisationen, deren Mitglieder jetzt die JCEA bilden - Pläne vorgelegt. diese beiden waren der Blockchain-Verband Japan (JBA) und der Kryptowährungs-Unternehmensverband Japan (JCBA).

Damals wies JBA-Geschäftsführer Yuzo Kano darauf hin, dass die Entwicklung eines Industriestandards nicht über Nacht machbar sei, obwohl man unter Druck stünde, ein erneutes Coincheck-Ereignis zu vermeiden.

"Es gibt Fortschritte, aber es ist noch nicht Konkretes", schrieb er damals auf Twitter.

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