Die große japanische Kryptobörse Coincheck erwägt, eine IEO-Plattform (Initial Exchange Offering) zu eröffnen. Diese könnte dann zur Kapitalbeschaffung durch Utility-Token genutzt werden.
Die Plattform
Coincheck wurde im April 2018 vom japanischen Finanzdienstleister Monex Group übernommen und deutete in einer kürzlichen öffentlichen Bekanntmachung darauf an, eine IEO-Plattform eröffnen zu wollen, wie Cointelegraph Japan am 22. August berichtete.
Dem Bericht zufolge hat Coincheck damit begonnen, Möglichkeiten für Kapitalbeschaffungen mittels Utility-Token zu untersuchen. Die Börse behauptete, dass IEOs weltweit immer beliebter werden und als Methode zur Kapitalbeschaffung zuverlässiger sei.
In einer öffentlichen Erklärung sagte Coincheck, dass die Börse dieses Angebot an Unternehmen und Projekte richte, die kein Kapital durch Token aufbringen und bereits Inhalte haben und ihr Geschäft ausbauen. Coincheck fügte hinzu, dass die Möglichkeiten im Rahmen der Regeln und Richtlinien der japanischen Finanzdienstleistungsbehörde FSA abgewägt würden.
IEO vs ICO
Die große globale Börse Binance erklärt, dass ein IEO eine Kapitalbeschaffungsmethode sei, die von einer etablierten und bewährten Börse verwaltet wird. Im Gegensatz zu einem Initial Coin Offering (ICO), bei dem die Kapitalbeschaffung von einem Projektteam selbst durchgeführt wird, wird ein IEO auf der Plattform einer bekannten Börse durchgeführt, um Kapital zu beschaffen. Ein Beispiel dafür ist etwa der Token-Service von Binance, namens Binance Launchpad.
Der ICO-Boom im Jahr 2017 hat sich als hochriskantes Feld für diejenigen erwiesen, die an neuen Blockchain-Token-Projekten teilnehmen wollen. Nun haben IEOs an Fahrt gewonnen zu haben. Laut einem Bericht von The Block haben bis zu 12 große globale Kryptobörsen im Jahr 2019 IEO-Plattformen angekündigt, darunter OKEx, Huobi und Bittrex.
Darüber hinaus haben Krypto-Startups trotz des Rückgangs im ICO-Bereich seit Mitte 2018 Millionen an Kapital aufgebracht, wie Cointelegraph kürzlich berichtete.
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