Japanischer IT-Riese GMO bestätigt Einführung von Stablecoin GYEN für 2019

Der japanische IT-Riese GMO Internet hat bestätigt, dass er seinen durch den Yen unterstützten Stablecoin GYEN in diesem Jahr auf den Markt bringen wolle. Das geht aus einem Bericht von Cointelegraph Japan vom 12. Februar hervor.

Das wurde während einer Präsentation der Einnahmen für Investoren enthüllt, nachdem GMO seine Finanzergebnisse für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2018 veröffentlicht hatte.

Der Gründer und CEO des Unternehmens Masatoshi Kumagai sowie der Finanzleiter Masashi Yasuda beantworteten die Fragen der Teilnehmer. Auf eine Frage nach dem zuvor angekündigten Stablecoin des Unternehmens antwortete einer der Führungskräfte:

"Die Einführung von GYEN im Ausland ist, wie letztes Jahr angekündigt, in diesem Jahr geplant."

Die Führungskräfte des Unternehmens haben auch enthüllt, dass das Unternehmen eine Tochtergesellschaft gegründet und eine Person ernannt habe, die für den Betrieb von GYEN verantwortlich sei, so dass der Stablecoin im Jahr 2019 ausgegeben werden könne. Das Unternehmen erklärte außerdem, dass es bald auch mitteilen könne, wo der Stablecoin ausgegeben werden soll.

Im Rahmen der Präsentation teilten die GVO-Führungskräfte den Teilnehmern auch mit, dass das Unternehmen einen seiner nordeuropäischen Mining-Standorte geschlossen habe und dass ein weiterer Standort voraussichtlich bis Ende 2019 abgeschlossen verlagert sein werde. Während der neue Standort vom Unternehmen noch geheim gehalten wird, behaupteten die Führungskräfte, die lokalen Stromkosten betragen "weniger als die Hälfte im Vergleich zu Nordeuropa, was 7-8 Cent pro kWh einschließlich der Betriebskosten entspricht". Zum Schluss hieß es von ihnen:

"Wir glauben, dass die Verlagerung unsere Einkünfte in diesem Sommer beeinflussen wird."

Wie im Jahresbericht von GMO für das letzte Jahr dargelegt wird, habe das Unternehmen im letzten Quartal 2018 einen Umsatz von umgerechnet rund 18,4 Mio. Euro in seinem Kryptowährungssegment verzeichnet.

Der Krypto-Umsatz von GMO in diesem Quartal lägen mehr als 12 Prozent niedriger im Vergleich zum dritten Quartal 2018 und fast 14 Prozent niedriger im Vergleich zum zweiten Quartal 2018.

Trotzdem liegt diese Zahl, die das Unternehmen durch seine Kryptowährungsaktivitäten - bestehend aus Kryptowährungsbörsen- und Mining-Aktivitäten - im vierten Quartal 2018 erzielt hat, fast 73 Prozent höher im Vergleich zum ersten Quartal 2018, wo es noch umgerechnet rund 5,1 Mio. Euro waren.

Die Finanzergebnisse von GMO zeigen jedoch, dass der Gewinn, der "den Eigentümern der Muttergesellschaft zuzurechnen ist" im Jahr 2018 mit umgerechnet rund 165,8 Mio. Euro an Verlusten im Negativen lag. Im Jahr 2017 wurde im Vergleich dazu einen Gewinn in Höhe von umgerechnet rund 64 Mio Euro erzielt.

Der Grund für diese Entwicklung sei laut dem Dokument auf den "außerordentlichen Verlust von 35,385 Mio. JPY (282.000Euro) im Zusammenhang mit der Umstrukturierung des Kryptowährungs-Mining-Geschäfts" zurückzuführen.

Diese Erklärung stimmt mit einer kürzlichen monatlichen Offenlegung der internen Krypto-Mining-Aktivitäten von GMO überein, in der ein starker Rückgang des gesamten Mining-Umsatzes gemeldet wurde. Wie das Unternehmen damals erklärte, seien die Bitcoin-Mining-Belohnungen des Unternehmens im Laufe der Zeit stetig angestiegen, obwohl der Gesamtumsatz aus dem Mining gesunken sei.

Wie Cointelegraph im November berichtete, vermeldete der Bericht von GMO für das dritte Quartal 2018, trotz "des rauen Umfelds", eine "historische Entwicklung" in Bezug auf seine Krypto-Sektoren.

Die südkoreanische Fintech-Firma BxB Inc. hat Ende Januar den angeblich ersten Stablecoin, ausgegeben, der vom koreanischen Won gestützt wird. Damit ist die Firma einen ähnlichen Weg gegangen wie GMO mit dem GYEN-Coin.