Japan: Messaging-Riese LINE setzt Blockchain-Risikokapitalfonds auf

Die japanische Social-Messaging-App LINE hat am Mittwoch, 15. August, angekündigt, im Rahmen seiner Expansion in den Kryptowährungsmarkt einen 8,7 Mio. Euro Blockchain-Risikokapital-Fonds zu lancieren.

Der Fonds wurde über die Tochtergesellschaft unblock corp. aus Hongkong aufgelegt und enthält Mittel der Schwestergesellschaft LVC Corporation.

"Darüber hinaus wird erwartet, dass der Token-Fonds des unblock Venture in Zukunft entsprechend dem Wachstum des Blockchain-Marktes expandieren wird", kommentierte das Unternehmen in einer Pressemitteilung und fügte hinzu:

"Mit der Lancierung dieses neuen Unternehmens-Token-Fonds will LINE die Entwicklung und Einführung von Kryptowährungen und Blockchain-Technologie vorantreiben."

Damit sei LINE "eines der ersten börsennotierten Unternehmen, das Token-Investitionen über einen Unternehmensfonds formalisiert".

Der japanische Riese hat die Kryptowährungsintegration im Jahr 2018 vorangetrieben. Im April wurde unblock ins Leben gerufen und daraufhin wurde die Kryptowährungsbörse BITBOX Mitte Juli eröffnet.

Gleichzeitig mit der Bekanntgabe des Risikofonds bestätigte BITBOX, dass TRON die nächste Kryptowährung sein würde, die sie in ihren Handel aufnehmen würde.

Die TRON-Übernahme des P2P-Plattformbetreibers BitTorrent Inc. im Juli war, wie ein LINE-Mitarbeiter andeutete, ein wichtiger Impuls für die Entscheidung gewesen.

Wie Cointelegraph vor dem Start berichtete, sind die Nutzer in den USA sowie in Japan, dem Heimatland des Unternehmens, aufgrund von regulatorischen Schwierigkeiten von der Nutzung der Börse ausgeschlossen.