JPMorgan hat mehr als 75 multinationale Banken auf seiner Blockchain-Zahlungsplattform vereint, wie die Financial Times am 25. September berichtete. Das gemeinsame Ziel der Teilnehmer ist es, die Konkurrenz von außerhalb des Bankensektors zu bekämpfen.

Im Gespräch mit der Publikation sagte der Analyst Jason Goldberg, dass das Interbank Information Network (IIN), welches seit Oktober 2017 auf JPMorgans eigener Quorum-Blockchain entwickelt wird, bereits einige Fortschritte verzeichnet.

Société Generale und Santander sind unter den großen Institutionen, die die Adaption der Plattform vornehmen, welche es Banken ermöglicht, Zahlungsinformationen zu teilen und problematische Transaktionen zu beschleunigen.

Indem Probleme durch transparente, zuverlässige Informationen gelöst werden, können Banken mit dem aufstrebenden privaten Sektor konkurrieren, welcher grenzübergreifende Zahlungen tendenziell schneller verarbeiten kann, als die traditionellen Banken.

"Zahlungen ist einer der Bereiche, über den sich Banken hinsichtlich nicht-banklicher Konkurrenz am meisten Sorgen machen", sagte Goldberg.

"Blockchain ist eine Möglichkeit, mehr der Zahlungsgeschäfte im Haus zu halten."

JPMorgan ist berühmt für seine Risikoaversion, wenn es um das Thema Kryptowährungen geht, wobei Blockchain allerdings im Fokus seiner Innovationen liegt. Im August sagte Lori Beer, der CIO der Firma voraus, dass Blockchain die "existierende Technologie" innerhalb von "wenigen Jahren" ersetzen würde.

JPMorgan begann mit dem Testen von INN im April, gemeinsam mit den Partnern Goldman Sachs, Pfizer Inc und der National Bank of Canada.

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