Brasilien: Richter friert Konten von umstrittener Krypto-Firma ein

Ein Gericht in Sao Paulo hat Bankkonten sperren lassen, die mit der Grupo Bitcoin Banco verbunden sind. Dabei wurden umgerechnet etwa 167.500 Euro eingefroren, wie Cointelegraph Brazil am 5. Juni berichtete.

Zwei Personen und ein Unternehmen haben der GBB vorgeworfen, Missbrauch begangen zu haben. Diese konnten keine Umtausche in Real machen oder Geld von ihren Bankkonten abheben, da Transaktionen vorübergehend eingestellt wurden.

Das Trio behauptete, sie hätten insgesamt umgerechnet etwa 167.500 Euro auf der Plattform der GBB und forderten von einem Richter am Gerichtshof des Staates Sao Paulo, dringend die Kontrolle über ihr Geld zu übernehmen.

In dem Urteil stimmte ein Richter zu und sagte, es bestehe eine "Schadensgefahr", weil die Kläger ihr Geld vollständig verlieren könnten. Die GBB kann gegen die Entscheidung Berufung einlegen.

Bei der GBB gab es kürzlich einen Angriff, bei dem die Bestände einiger Kunden verdoppelt wurden. Sie haben daraufhin Geld abgehoben, das es gar nicht gab, so Cointelegraph Brazil. Der Schaden des Betrugs soll sich auf 11,6 Mio. Euro belaufen.

Am Montag hatte das Unternehmen, dem Börsen wie etwa NegocieCoins und TemBTC gehören, angekündigt, dass es 19.896 betrügerische Transaktionen identifiziert und 2.568 verdächtige Konten gesperrt habe.

Die GBB hat versprochen, Auszahlungen zu tätigen. Aber einige Kunden waren verärgert, weil es zu Verzögerungen kam.

Am 31. Mai forderte die brasilianische Abgeordnetenkammer eine Sonderkommission zur Prüfung der Regulierung von Kryptowährungen im Land.