Kakao-Tochter Dunamu eröffnet Blockchain-Service-Plattform

Dunamu, der Fintech-Zweig des größten südkoreanischen Internetkonzerns Kakao, will Berichten zufolge eine Blockchain-Service-Plattform eröffnen, die Unternehmen mittels Blockchain-Technologie beim Geschäftsstart unterstützen soll. Koreas JoongAng Daily berichtete am 19. März darüber.

Die Plattform, die sich Luniverse nennt und vom Forschungslabor für Blockchain-Technologie Lambda256 betreut wird, soll IT-Start-ups bei der Entwicklung von Blockchain-Diensten unterstützen. Berichten zufolge hat die Plattform ein hohes Sicherheitsniveau und eine automatisierte Skalierungsfunktion, die die Größe der Blockchain entsprechend der auf ihr gespeicherten Datenmenge anpassen kann.

Um den Dienst zu implementieren, arbeitete Dunamu Berichten zufolge mit Blockchain-Unternehmen zusammen, die verschiedene Blockchain-Anwendungen und -Produkte für die Geschäftsfelder ihrer Kunden bereitstellten. Park Jae-hyun, der CEO und ehemalige Forschungsleiter von Lambda256, sagte, dass "in der Vergangenheit viele Unternehmen ihre eigene Blockchain aufgebaut haben. Eine Alternative ist das Outsourcing des Aufbaus einer Blockchain in Form eines Serviceangebots auf Cloud-Systemen".

Gestern hat Kakao die Integration seiner Kryptowährungs-Wallets in seine Messaging-App KakaoTalk angekündigt. Diese soll es über 44 Millionen südkoreanischen KakaoTalk-Benutzern ermöglichen, Peer-to-Peer-Transaktionen über die Krypto-Wallet von Kakao zu senden.

Ebenfalls im März hat Cointelegraph berichtet, dass Kakao sein Initial Coin Offering wiederholen würde, nachdem umgerechnet 79,2 Mio. Euro durch Investoren aufgebracht wurden. Klaytn, die Blockchain-Plattform, für die die Spin-off-Firma Ground X verantwortlich ist, will nun weitere 80 Mio. Euro aufbringen. Im Dezember 2018 hatte Kakao zum ersten Mal angekündigt, dass das Unternehmen umgerechnet rund 264 Mio. Euro über Ground X aufbringen wolle, um einen eigenen Token zu entwickeln.

Wie im Februar berichtet wurde, beliefen sich die Betriebskosten von Kakao im Zusammenhang mit neuen Geschäftszweigen, wie etwa Blockchain und künstlicher Intelligenz, im vierten Quartal 2018 auf umgerechnet rund 50,6 Mio. Euro. Das soll zu einem Bilanzverlust für den gesamten Zeitraum geführt haben. Der bereinigte Umsatz von Kakao betrug 3,3 Mio. Euro.