Karatbars bietet Rückkauf von Karatgold Coins an

Der wegen Betrugsvorwürfen in der Schusslinie stehende Anbieter der angeblich durch Gold hinterlegten Karatgold Coins hat den Rückkauf der Kryptowährung angeboten, so eine Pressemitteilung vom 18. November.

Der Karatbars-Vorstandsvorsitzender Josip Heit wird darin mit den Worten zitiert:

"Ich kaufe gern KBC-Coins zurück!"

Rückabwicklung oder Rückkauf?

Wie es in der Mitteilung weiter heißt, habe die deutsche Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) der für die Token verantwortlichen Tochtergesellschaft KaratBit Foundation untersagt, die Transaktionen rückabzuwickeln.

Laut Heit sei das Unternehmen “entgegen üblicher Verfahrensweisen in der bundesdeutschen Wirtschaft erstaunlich offen und umfangreich auf die Vorhaltungen eingegangen.” Dass es im nahezu unkontrollierten Markt von Kryptowährungen zu mehr Bewegung in puncto Regulierung kommt, begrüße man. Dies sei für “seriöse Anbieter wie Karatbars von unschätzbarer Bedeutung, vor allem auch aus Gründen der Reputation und um die Akzeptanz von Kryptowährungen am Finanzmarkt deutlich zu erhöhen”.

Zur Motivation der bereits im Frühjahr 2018 herausgegebenen Karatgold Coins sagt Heit:

“Die Karatbit Foundation hat im Frühjahr 2018 den Karatgold Coin (KBC) herausgegeben. In der Presale-Phase konnte man den Coin für 0,5 Cent kaufen. [...] Kein Anleger oder Käufer von Karatgold Coins, der in der Presale-Phase (Vorverkaufs-Phase) Coins bezogen hat, ist auch nur Ansatzweise geschädigt worden!”

Der Kurs liege aktuell bei etwa 2 Cent, was dem Vierfachen des Ausgabepreises entspreche.

Die offenbar von Karatbars lancierte Pressemitteilung weist sprachliche Fehler und inhaltliche Widersprüche auf. Einerseits heißt es darin, die BaFin habe eine Rückabwicklung untersagt. An anderer Stelle heißt es in dem Text, die BaFin habe genau eine solche Rückabwicklung gefordert. Heit stellt laut dem Text offenbar aus technischen Gründen die Machbarkeit einer Rückabwicklung in Frage.

BaFin und Staatsanwaltschaft ermitteln

Die Finanzmarktaufsicht BaFin hatte laut einem Medienbericht den Vertrieb der angeblich durch Gold hinterlegten Kryptowährung Karatgold Coin (KBC) angeordnet und die Staatsanwaltschaft wegen Betrugsverdacht Ermittlungen aufgenommen. Angebliche Werbepartner wie die Ex-Profifußballer Lothar Matthäus und Patrick Kluivert haben sich mittlerweile vom Anbieter der angeblich durch Gold hinterlegten Karatgold Coins distanziert