Kenia: Sondereinheit für DLT und KI fordert tokenisierte Wirtschaft von Regierung

Bitange Ndemo, der Vorstandsvorsitzende der kenianischen Sondereinheit für Distributed Ledger Technologien und künstliche Intelligenzen, behauptet, die Regierung sollte Wirtschaft tokenisieren, wie der lokale Nachrichtendienst The Star am 25. September berichtete.

Die Sondereinheit wurde im März von der Regierung der Republik Kenia eingeführt, um zu Vorschläge zur Umsetzung von Blockchain-Technologie im öffentlichen Sektor zu evaluieren. Die Arbeitsgruppe besteht aus lokalen Blockchain-Startups, Experten, Forschern, regulatorischen Körpern, Anwälten und weiteren Parteien.

Als Sprecher bei einem Treffen des Ministeriums für Informations- und Kommunikationstechnologien (ICT) mit dem Privatsektor, soll Ndemo angeblich der Regierung vorgeschlagen haben, die Tokenisierung der Wirtschaft in Betracht zu ziehen, um die "steigende" Korruptionsrate und Unsicherheiten zu bekämpfen. Laut Nemo müsste die Regierung mit einem solchen Schritt weniger harte Währung drucken. Das Vorstandsmitglied sagte:

"Wir müssen mit der Tokenisierung der Wirtschaft beginnen, indem wir jungen Leuten Anreize geben, Dinge zu tun, die ihnen mit Token, die in Fiat-Währung konvertiert werden können, bezahlt werden."

Darüber hinaus könnte die Adaption von Token das Arbeitslosenniveau senken, wobei Ndemo die Notwendigkeit betonte, eine digitale Währung auszugeben, die ein Fiat-Äquivalent besitzt. Laut dem ICT-Hauptsekretär Jerome Ochieng wird die Regierung relevante Richtlinien entwickeln, um die von der Taskforce vorgeschlagenen Empfehlungen zu bearbeiten.

Die Central Bank of Kenya (CBK), die Zentralbank des Landes, gab im April ein Rundschreiben an alle Banken heraus, in welchem sie diese davor warnt, mit Kryptowährungen zu handeln oder sich an Transaktionen mit Krypto-Entitäten zu beteiligen. CBKs Gouverneur Patrick Njoroge zitierte die Verbreitung von Krypto in illegalen Aktivitäten, seine anonyme Natur und das Fehlen einer zentralisierten Kontrolle als Hauptauslöser für den Bann.

Im Juni führte das dezentralisierte Liquiditätnetzwerk Bancor ein Netzwerk aus Blockchain-basierten Community-Währungen zur Armutsbekämpfung in Kenia. Das Projekt soll den lokalen und regionalen Handel und Peer-to-Peer-Aktivitäten anregen und Kenias Gemeinschaften ermöglichen, eigene digitale Token zu kreieren und zu managen.