Älteste Bank Südkoreas setzt Blockchain zur Kreditvergabe ein

Die Shinhan Bank, die älteste Bank von Südkorea, hat eine Blockchain-basierte Plattform zur Kreditvergabe entwickelt, die die Gewährung und Abwicklung von Darlehen beschleunigen soll. Dies berichtet die Nachrichtenagentur Yonhap am 27. Mai.

Die Blockchain-Plattform der Shinhan Bank soll Kosten und Zeitaufwand bei der Vergabe von Krediten verringern, außerdem sollen Privatkunden dadurch in die Lage versetzt werden, ihren Kredit online zu beantragen und zu erhalten, ohne dabei notwendigerweise Kontakt mit einem persönlichen Berater haben zu müssen.

Laut Bericht ist dies die erste solche Plattform, die in Südkorea in Betrieb genommen wird.

Das neue Kreditvergabesystem der Shinhan Bank setzt die Blockchain-Technologie zur Verifizierung und Bestätigung von Daten ein, die innerhalb eines bestehenden Netzwerkes angeschlossener Banken und Finanzinstitute geteilt werden. Über das System können die einzelnen Teilnehmer des Netzwerkes mit einem verschlüsselten Passwort jeweils einmalig die entsprechenden Daten abfragen, die zur Vergabe eines Kredites benötigt werden.

Ein Sprecher der Shinhan Bank erklärt dahingehend, dass die Blockchain-Technologie genutzt werden soll, um das Angebot an Online-Dienstleistungen für die Kunden zu erweitern. Deshalb plant die Bank zukünftig weitere Innovationen, um den Zugang zu ihrem Service besonders über den Online-Bereich auszubauen.

Die Shinhan Bank ist die zweitgrößte Bank in Südkorea und setzt seit dem letzten Jahr verstärkt auf Blockchain-Technologie. So wurde Ende 2018 berichtet, dass die Bank ein Blockchain-System zur Optimierung interner Abläufe einsetzen wird, um menschliches Versagen zu minimieren. Des Weiteren soll die Bank die Technologie auch schon für bestimmte Transaktionen anwenden.

Vier andere Banken haben kürzlich ein Blockchain-basiertes System für Schuldverschreibungen vorgestellt. Das System soll die einzelnen Schritte zur Ausstellung einer Schuldverschreibung um 50% reduzieren.