Einige amerikanische Parlamentarier drängen die US-Börsenaufsicht (SEC) laut Medienberichten dazu, den Optionshandel für Bitcoin-Indexprodukte (ETPs) zuzulassen.
Einem Bericht von Axios zufolge haben die Abgeordneten Mike Flood und Wiley Nickel kürzlich einen entsprechenden Brief an den Vorsitzenden der SEC, Gary Gensler, geschrieben, in dem sie die Behörde auffordern, die Diskriminierung von Krypto-ETFs zu beenden.
„Wir fordern Sie auf, unverzüglich Optionen auf Bitcoin-Spot-ETPs zuzulassen oder eine Erklärung für die unterschiedliche Behandlung von Optionen für Bitcoin-Futures-ETFs – die derzeit schon gehandelt werden – und Optionen für Bitcoin-Spot-ETPs durch die Kommission zu liefern“, heißt es in dem überparteilichen Brief.
Optionen sind Finanzinstrumente, die dem Käufer das Recht, aber nicht die Pflicht geben, einen Vermögenswert – in diesem Fall Bitcoin – zu einem festen Preis bis zu einem bestimmten Datum zu kaufen oder zu verkaufen. Das Instrument wird in der Regel zur Absicherung gegen Kursschwankungen eingesetzt, um potenzielle Verluste zu begrenzen und Anlegern die Möglichkeit zu geben, durch bestimmte Handelsstrategien zusätzliches Einkommen zu erzielen.
Die Genehmigung, so Flood und Nickel, ist entscheidend für die Anleger, die die SEC vorgeblich „schützen will“.
Die Behörde hat die Entscheidung über die im Januar eingereichten Anträge der New Yorker Börse, Nasdaq und Cboe Global Markets zunächst aufgeschoben.
Die Nasdaq hat beantragt, Optionen auf den iShares Bitcoin Trust von BlackRock zu notieren und zu handeln, während die Cboe beabsichtigt, den Optionshandel auf verschiedene BTC-Fonds anzubieten. In ähnlicher Weise beabsichtigt die NYSE, Optionen auf den Bitwise Bitcoin ETF (BITB), den Grayscale Bitcoin Trust (GBTC) und alle anderen Fonds, die Bitcoin halten, zu handeln.
Vor kurzem hat die Kommission immerhin eine Konsultationsrunde zu der vorgeschlagenen Regeländerung eingeleitet, die den Optionshandel mit Bitcoin-Fonds ermöglichen soll.

Laut einer Mitteilung vom 24. April möchte die SEC untersuchen, wie sich Bitcoin-Optionen auf die Marktstabilität auswirken könnten, insbesondere unter volatilen Bedingungen. Die Behörde prüft auch, ob die derzeitigen Marktüberwachungs- und Durchsetzungspraktiken ausreichen, um die Komplexität von Bitcoin-Optionen zu bewältigen. Die Teilnehmer sind aufgefordert, erste Kommentare bis zum 15. Mai 2024 und Gegenkommentare bis zum 29. Mai 2024 einzureichen.
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