LinkedUp: Schweizer Blockchain-Startup Dfinity präsentiert dezentrale Alternative zu LinkedIn

Das an einem Blockchain-basierten “Internet Computer” arbeitende Schweizer Startup Dfinity hat mit dem offenen sozialen Netzwerk LinkedUp eine erste Demoanwendung entwickelt. Dies meldete der Technologie-Blog Techcrunch am 23. Januar.

Internet-Computer soll 2020 starten

LinkedUp läuft auf der sogenannten Bronze Edition des noch in Entwicklung befindlichen Internet-Computers, welchen Dfinity diese Woche in Davos vorstellte. Der offizielle Start des dezentralen Computers sei für später in 2020 geplant.

Wirklich dezentral läuft das von Dfinity als LinkedIn-Alternative beworbene soziale Netzwerk LinkedUp nicht, so Techcrunch. Die Testversion des ausführenden Internet-Computers laufe aktuell in einem Schweizer Rechenzentrum. 

Sobald der dezentrale Computer online geht, sollen die für Anwendungen benötigten Daten auf mindestens vier Nodes eines künftigen Rechen-Netzwerks verteilt werden, welche in unabhängigen Rechenzentren platziert werden sollen. Die maximale Anzahl der ausführenden Nodes sei theoretisch unbegrenzt.

Dezentral, aber kein Blockchain-Rechner

Um einen wirklichen Blockchain-Rechner handelt es sich bei dem Dfinity-System nicht, schreibt Techcrunch. Ein Unternehmenssprecher beschreibe die genutzte Architektur vielmehr als "verteiltes Computersystem der nächsten Generation – ähnlich seinen Vorgängern Mainframe, Client-Server und Public Cloud", welches auf Kryptographie basiere.

Dfinity konnte in mehreren Finanzierungsrunden unter Beteiligung namhafter Risikoinvestoren wie Andreessen Horowitz fast 200 Millionen Euro Kapital aufnehmen. Unter zahlreichen im Krypto-Winter gescheiterten Krypto-Startups gilt Dfinity mit einer Bewertung von mehr als eine Milliarde US-Dollar als sogenanntes erfolgreiches “Einhorn”.