Trotz “Krypto-Winter”: Schweiz und Liechtenstein verzeichnen wachsende Firmenanzahl

Trotz des “Krypto-Winters” und Kurssturzes der Kryptowährungen haben die Schweiz und Liechtenstein als Standorte für Blockchain-Unternehmen an Bedeutung gewonnen. Zu diesem Ergebnis kamen die Investmentgesellschaft CV VC in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung PwC Strategy & und IT-Partner inacta in einem Bericht, den die Unternehmen am 24. Januar im House of Switzerland auf dem Weltwirtschaftsforum in Davos vorstellten.

Laut dem Bericht sei die Zahl der Unternehmen aus dem Blockchain- und Krypto-Bereich innerhalb des letzten Quartals 2018 deutlich angestiegen - und zwar auf 121 Firmen. Das entspreche einem Plus von ca. 20 Prozent. In der Schweiz und in Liechtenstein waren es vor drei Monaten noch 629 solcher Unternehmen, während es jetzt schon 750 sind.

Unter ihnen befinden sich vier so genannte „Einhörner“ - junge Unternehmen, die es auf eine Bewertung von einer Milliarde Dollar bringen: Bitmain, Cardano, Dfinity und Ethereum.

Doch der jüngste Rückgang der Kryptowährungskurse senkte den Marktwert der 50 größten Blockchain-Unternehmen im “Crypto Valley” innerhalb von drei Monaten von 44 auf 20 Milliarden US-Dollar. Das ist ein Minus von gut 55 Prozent und entspricht in etwa dem Rückgang an den Kryptobörsen.

Diese 50 größten Unternehmen beschäftigen rund 480 Personen im “Crypto Valley”, wie man dem Bericht weiter entnehmen kann. Insgesamt waren in der Branche rund 3.300 Mitarbeitende beschäftigt. Die meisten davon befinden sich in Zug und Zürich.

Die Schweiz und Liechtenstein haben bezüglich Infrastruktur, Gesetzgebung und neuer Anbieter eine gute Ausgangslage, um wichtige Standorte im Krypto-Bereich zu sein.  Die Regierung Liechtensteins versucht derzeit, mit dem neuen Blockchain-Gesetz mehr Rechtssicherheit für Blockchain-Unternehmen zu schaffen und die Entwicklung der Token-Ökonomie zu fördern, während die Schweizer Politiker “die neue Technologie und deren mögliche Anwendungen im bestehenden Gesetz verankern” wollen. So müssten sechs Gesetze bald zu diesem Zweck angepasst werden, darunter das Obligationenrecht und das Konkursrecht.