Maltas Finanzaufsicht warnt vor neuer Bitcoin-Betrugsmasche

Die maltesische Finanzdienstleistungsbehörde (MFSA) hat vor einem neuen Bitcoin (BTC)-Betrug gewarnt, der die gleichen Merkmale wie eine bereits bekannte Betrugsmasche aufweist.

Die Aufsichtbehörde warnte am 31. Oktober.

Betrugsgefahr

Die MSFA warnt die Öffentlichkeit vor einem den Namen "Bitcoin Future" genannten Betrugsschema, welche Ähnlichkeiten zur Betrugsmasche "Bitcoin Revolution"aufweist, für die es in diesem Jahr bereits zwei öffentliche Warnungen ausgesprochen hatte.

Wie es in der Erklärung heißt, tauchen derartige Betrugsfälle immer wieder in Form von Onlinewerbung auf, welche sich durch wechselnde Namen tarnen.

Bei den verdächtigen Anzeigen locken laut der MSFA Slogans wie "Ein Weg  Ihr Leben besser zu gestalten" oder "Eine einzigartige Gelegenheit für Malteser". Die Finanzwächter schreiben zur Funktionsweise der Betrugsmasche:

"Bitcoin Future wirbt mit gefälschten Nachrichtenartikeln, die Bilder von lokalen Persönlichkeiten und Bilder von Institutionen der lokalen Regierung mißbrauchen. Die gefälschten Artikel, mit denen ein Bezug zu diesen Personen suggeriert wird, werden auf verschiedenen Social Media Plattformen beworben."


Wie MSFA betont, ist Bitcoin Future als nicht in Malta registrierte Gesellschaft nicht befugt, Finanzdienstleistungen für das Land oder von dort aus zu erbringen  zu erbringen. Es handele sich nicht, wie behauptet, um eine Gesellschaft, die gemäß der Übergangsbestimmung im Sinne von Artikel 62 des maltesischen Gesetzes über virtuelle finanzielle Vermögenswerte operiert.

Bei Bitcoin Future handele es sich um einen sogenannten “Werde schnell reich”-Betrug. Die Öffentlichkeit solle keine Geschäfte oder Transaktionen mit dem Unternehmen in einer der empfohlenen Formen tätigen.

Die Mitteilung enthält einen Link zu einer offiziellen Liste der Finanzdienstleistungsunternehmen, die derzeit von der MFSA zugelassen sind, sowie deren Richtlinien zur Betrugserkennung und eine Anlaufstelle für Betrugsmeldungen und Opfer.

Strategische Neuausrichtung

Im September dieses Jahres veröffentlichte die MSFA einen strategischen Plan zur aktiven Überwachung und Steuerung der geschäftsbezogenen Risiken im Zusammenhang mit Kryptowährungsfirmen.

Wie der Watchdog in einem Strategiepapier für 2019-2021 darlegte, wird er seinen Regulierungsansatz modernisieren und eng mit der Financial Intelligence Analysis Unit sowie anderen nationalen und internationalen Behörden, einschließlich der neu gegründeten Malta Digital Innovation Authority, zusammenarbeiten.

Anfang des Jahres wurde das US-amerikanische Blockchain-Unternehmen CipherTrace von der MSFA beauftragt, die Aktivitäten von Kryptounternehmen in Malta zu überwachen, um bei der Bekämpfung der Geldwäsche und der Finanzierung von Terrorrisiken zu helfen.

Das Unternehmen hat in diesem Monat seine Krypto-Intelligence-Plattform auf 700 Token ausgedehnt.