Malware-Studie: Kriminelles Monero-Mining nur bei 4,4 Prozent des Gesamtvolumens

Mining-Malware für Kryptowährungen ist für weniger im Umflauf befindliche Token der Altcoin Monero (XMR) verantwortlich als bisher angenommen, behauptet eine am 3. Januar veröffentlichte Studie.

Die von Forschern des King's College London und der Carlos III University in Madrid, Spanien, gemeinsam durchgeführte wurde, analysierte zahlreiche Malware-Bedrohungen über einen Zeitraum von zwölf Jahren.

"In diesem Papier führen wir die bisher größte Messung von Krypto-Mining-Malware durch und analysieren rund 4,4 Millionen Malware-Proben (1 Million bösartige Miner)", erklären die Autoren Sergio Pastrana und Guillermo Suarez-Tangil.

Nach ihren Berechnungen weist Monero, das nach wie vor ein beliebtes Ziel für bösartige Minenaktivitäten ist, einen durch Malware erzeugten Anteil von rund 4,36 Prozent auf, was einem Gewinn von rund 56 Millionen Dollar entspricht.

Die Zahl liegt etwas unter den rund 5 Prozent, die in früheren Untersuchungen vom Juni 2018 als Schätzung erwähnt wurden.

Dennoch sagen Pastrana und Suarez-Tangil, dass ihre Zahlen weitgehend den bestehenden Theorien über das Ausmaß des Mining-Malware-Problems von Monero entsprechen.

"Einer der Hauptgründe für den Erfolg dieses kriminellen Geschäfts sind die relativ niedrigen Kosten und die hohe Rendite der Investitionen", schlossen sie.

"...Unsere Gewinnanalyse ist zuverlässiger als die vergleichbarer Studien. Unsere Ergebnisse ergänzen diese Studien und bestätigen, dass bösartiges Krypto-Mining eine wachsende und komplexe Bedrohung ist, die effektive Gegenmaßnahmen und Interventionsansätze erfordert."

Wie Cointelegraph bereits berichtet hat, ist XMR aufgrund seiner auf den Privatsphärenschutz ausgerichteten Eigenschaften die erste Wahl für heimliches Mining. Cyberkriminelle platzieren über Sicherheitslücken Code in Websites, Apps und Erweiterungen, der auf den betroffenen Geräten dann nach Aktivierung Token erzeugt.

Im Oktober kündigte Google im Rahmen der Bemühungen zur Bekämpfung des Problems strengere Beschränkungen für Erweiterungen im Chrome Web Store an.