Mauritius: Finanzaufsicht veröffentlicht Regulierungsentwurf für Krypto-Depotdienste

Die Finanzdienstleistungsbehörde FSC der Republik Mauritius hat einen Regulierungsentwurf für Krypto-Depotdienste veröffentlicht. Das geht aus einem offiziellen Dokument vom 5. November hervor.

Laut der Ankündigung will der Inselstaat eine Regulierung für Depotdienstleistungen für digitale Vermögenswerte einführen. Damit soll Nutzern von Krypto-Diensten ein angemessenes Sicherheitsniveau geboten werden.

Im Regulierungsentwurf heißt es, dass die FSC eine Depotdienstleistungslizenz ausstellen will. Damit könne jeder sowohl digitale Vermögenswerte besitzen als auch als Vermögenswertedepot tätig sein. Um eine solche Lizenz zu erhalten, muss der Inhaber die lokalen Gesetze zur Bekämpfung von Geldwäsche (AML) und Terrorismusfinanzierung (CFT) sowie das Gesetz zu Finanzinformationen und Anti-Geldwäsche von 2002 (kurz: FIAMLA) einhalten.

Krypto-Depots auf Mauritius sind außerdem verpflichtet, mindestens 500.000 mauretanische Rupien (MUR) oder umgerechnet etwa 12.200 Euro "unversehrtes" oder hartes Kapital zu halten. Darüber hinaus müssen Krypto-Depots einen Vorstand haben, der aus mindestens drei Direktoren besteht. Davon muss einer seinen Wohnsitz auf Mauritius haben. Eine weitere Bedingung ist es, ein Büro auf der Insel zu haben.

Die FSC betonte, dass die aktuelle Version der Regulierung noch nicht endgültig sei. Sie erklärte auch, dass Feedback aus der Branche sehr gerne entgegengenommen werde. Die Beratung darüber werde laut dem Dokument vom 5. bis zum 30. November andauern.

Laut der in israelischen Nachrichtenagentur Finance Magnates soll der erste Lizenzantrag von einem neuen Unternehmen namens Hybrid Stock Exchange Corporation Limited (HYBSE) International Marketplace kommen. Die neue Börse wurde am 6. November von der globalen Marktbörse GMEX Group in Partnerschaft mit der mauretanischen Börse Mauritius International Derivatives and Commodities Exchange (MINDEX) und HYBSE angekündigt.

Im September veröffentlichte die FSC ein Dokument, in dem es hieß, dass Kryptowährungen eine "Anlageklasse für anspruchsvolle und professionellen Investoren" seien, die nicht den Status eines gesetzlichen Zahlungsmittels genieße.

Am 31. August verwarnte die FSC ein lokales Unternehmen namens Jennocrypto, das fälschlicherweise behauptet haben soll, eine Investmenthändler-Lizenz zu besitzen. Berichten zufolge habe die Plattform Jennocrypto ihren Kunden eine Reihe von Kryptowährungs-bezogenen Dienstleistungen angeboten, darunter auch Investitionen, die in Mauritius mutmaßlich nicht zugelassen sind.